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3042 Galaxien sind intelligente Lebewesen

Über dem Ereignishorizont von SMBHs (Super Massive Black Hole) existiert eine Schicht chaotischer Fluktuationen der Raumzeit in der geordnete Muster entstehen können. Die Komplexität dieser emergenten Strukturen ist vergleichbar mit dem Gehirn von Sophonten, möglicherweise viel größer. Es gibt astronomische Hinweise, dass SMBHs und ihre Galaxien Lebewesen sind. Sie leben viele Millionen Mal langsamer als wir. Aber sie können auf Zeitskalen von Millionen Jahren ihre eigene Galaxie beeinflussen und sich im intergalaktischen Raum planvoll bewegen.

Galaxien wachsen indem sie mit anderen, vor allem kleineren Galaxien, verschmelzen. Die Erkenntnis, dass sie dabei bewusst vorgehen, eröffnet die Sicht auf ein gigantisches Biotop in dem kleine Galaxien ohne emergente SMBHs von emergenten SMBHs und deren Galaxien verschluckt werden, wie irdische Pflanzen, die von Tieren gefressen werden. Es ist wahrscheinlich, dass große SMBHs sogar Intelligenz entwickeln.

Schon vor langer Zeit hat man entdeckt, dass alle Galaxien ein großes schwarzes Loch im Zentrum haben. Tatsächlich bilden sich Galaxien um supermassive schwarze Löcher (SMBH). Diese schwarzen Löcher haben erstaunliche Eigenschaften. Sie sind viel größer, als man erwartet, da der Radius des Ereignishorizonts proportional zur Masse wächst. Die größten schwarzen Löcher haben die Dichte unserer Atmosphäre und fast keinen Gravitationsgradienten, aber trotzdem einen Ereignishorizont, der die Singularität verbirgt.

Die Umgebung von SMBHs ist in der Nähe des Ereignishorizonts nicht glatt. Unter den Bedingungen nahe am Ereignishorizont unterliegt die Raumzeit einer starken Dilatation. Nach der Theorie der Spingraphenquantenraumzeit, einer Verallgemeinerung der Schleifenquantengravitation, ist jedes Raumzeit-Quantum bestimmt durch seine Spinquantenzahlen. Knapp über dem Ereignishorizont, wo die Dilatation gegen unendlich strebt, gibt es eine Hülle um das SMBH in der die Raumzeit auf großen Skalen isochor hochskaliert wird. Die Spinquantenzahlen des Raumquants sind dann auch weit oberhalb der Planck-Länge identisch. Das heißt, die Quanten der Raumzeit werden makroskopisch.

Die charakteristische Länge der quantisierten Raumzeit wächst mit steigender Dilatation immer weiter an. Beginnend bei der Planck-Länge im flachen Raum wächst sie kurz vor dem Ereignishorizont auf makroskopische Größenordnungen. Noch näher am Ereignishorizont erreicht der isochore Bereich astronomische Skalen. Der Ereignishorizont is dann vollständig isochor, also ein einziges Raumzeit-Quant, eingefroren durch unendliche Zeitdehnung. Der sichtbare Rand der SMBH-Singularität ist damit gleichzeitig astronomisch groß und infinitesimal klein, sozusagen ein riesiger Punkt mit Dimension Null, aber astronomischer Größe.

In einer schmalen Schicht über dem Ereignishorizont wird der quantisierte Raum von der Planck-Skala auf makroskopisch Größen gestreckt. Deshalb gibt es in der Nähe des Ereignishorizonts makroskopische Quantenfluktuationen der Raumzeit, die in Zeitlupe ablaufen. Die Zustände dieser Makroquanten wechselwirken mit der Umgebung. Sie reagieren auf externe Magnetfelder und sie beeinflussen sich gegenseitig. Gegenseitige Wechselwirkungen und Rückkopplungen ermöglichen die Entstehung von Schwingungen, stehenden Wellen, semipermanenten Mustern und anderen Strukturen durch Selbstorganisation. Dabei entstehen informationsverarbeitende und speichernde Strukturen. Jede dieser Strukturen erstreckt sich über viele skalierte Raumquanten und hat deshalb eine makroskopische Ausdehnung. Trotzdem ist ihre Anzahl sehr groß, weil das Volumen in dem diese Prozesse ablaufen, gewaltig ist. Es ist die Hülle des Ereignishorizonts mit astronomischen Ausmaßen. Sie hat einen Radius von Millionen oder sogar Milliarden Kilometern und eine unvorstellbar große Oberfläche. Die Quantenhülle des supermassiven schwarzen Lochs ist eine Art Computer auf Graviton-Basis mit der Größe eines Sonnensystems. Die Informationsverarbeitung ist so komplex, dass sie kognitiven Prozessen ähnelt. 

Die Größe bewirkt allerdings auch, dass eine konsistente Informationsverarbeitung langsam abläuft. Die Lichtgeschwindigkeit ist immer gleich, auch am Ereignishorizont. Die gravitativen Wirkungen der Raumzeitfluktuationen pflanzen sich mit Lichtgeschwindigkeit fort. Aber sie müssen astronomische Distanzen überbrücken. Deshalb laufen Informationsprozesse auf einer anderen Zeitskala ab. Reaktionen auf sensorische Reize brauchen Stunden, statt Millisekunden wie bei uns. Das ist eine millionenfach langsamere Zeitskala. Möglicherweise sogar 100-millionenfach langsamer.

In diesem Fall dauert eine galaktische Rotation subjektiv nur einige Jahre, statt 250 Millionen Jahren wie für uns. Solche "Wesen" sind wenige hundert Millionen Jahre nach dem Urknall entstanden ("geboren worden"). Dann haben sie ihre Galaxien aufgebaut, indem sie von intergalaktischen Materieströmen wachsen ("grasen") und später andere Galaxien assimilieren ("fressen"). Das dauerte Milliarden Jahre und lässt keine Zeit für mehrere Generationen und Evolution. Die Struktur ist emergent und hat sich nicht evolutionär entwickelt. Man nennst sie inzwischen Simbas, abgeleitet von der Abkürzung SMBH und in Anlehnung an den Löwen Simba mit Bezug auf das raubtierartige Verhalten. Damit unterscheidet man die "denkende" Hülle des Ereignishorizonts vom schwarzen Loch. Das SMBH ist nur der Generator. Simba ist das emergente "Wesen" und die Galaxie ist sein Körper.

Es gibt Hinweise, dass große Simbas geplantes Verhalten zeigen. In 430 Millionen Lichtjahren Entfernung gibt es einen Galaxienhaufen bei dem 15 Galaxien mit großen SMBHs 300 kleinere Galaxien umschließen. Die Vektoren gleichen einer koordinierten Umfassungsbewegung von Galaxien mit großen SMBHs, die einen Schwarm kleiner Galaxien zusammentreiben. Der Galaxienhaufen, der vorher die anonyme Bezeichnung CL-153-356 hatte, bekam deshalb den Namen "Wolfpack-3042A".

Modellrechnungen zeigen, dass Millionen Sonnenmassen notwendig sind für kognitive Prozesse. Daraus lässt sich schließen, dass die Simbas kleiner Galaxien höchstens vegetativ leben. Wenn überhaupt, dann reagieren sie reflexartig auf die Umgebung. Allerdings gibt es daran Zweifel, denn in unserer Biologie sind Reflexe evolutionär entstanden und vermutlich nicht emergent verfügbar. Das bedeutet, dass kleine Galaxien nicht reagieren und in der intergalaktischen Nahrungskette eher unseren Pflanzen entsprechen. Größere Simbas haben vermutlich höhere kognitive Prozesse und würden damit die Rolle unserer Tieren einnehmen: Pflanzenfresser oder Raubtiere.

Zum Jagen braucht man zielgerichtete Bewegung. Simbas können das Magnetfeld ihres schwarzen Lochs beeinflussen. Damit können sie mit intergalaktischen Magnetfeldern wechselwirken und sich in ihnen bewegen. Vermutlich können sie auch die Jets ihres schwarzen Lochs und Gas-Winde der Akkretionsscheibe beeinflussen. Damit können sie etwas Rückstoß erzeugen. Wir sehen leider nur eine Momentaufnahme und können nicht feststellen, ob die Bewegungen willkürlich sind. Die Bahnen von Galaxien sind sehr genau vermessen. Wir sehen, dass sie neben der Gravitation auch durch Magnetfelder, Jets und Dichtewellen im interstellaren Gas beeinflusst werden. Aber wir können nicht erkennen, ob dies bewusste absichtliche Einflüsse sind. Wir vermuten es nur.

Allerdings ist nicht sicher, dass mit planvollen und koordiniertem Verhalten auch Intelligenz oder sogar ein Bewusstsein verbunden sind. Geht man von unserer irdischen Tierwelt aus, dann führen höhere kognitive Funktionen fast zwangsläufig zu Bewusstsein und Selbsterkenntnis. Delphine, Affen und viele andere Arten erkennen sich im Spiegel. Der Unterschied zum menschlichen Bewusstsein ist nur graduell. Die Analogie zur irdischen Biologie liegt nahe. Aber man muss vorsichtig sein mit einfachen Ableitungen. Denn es ist völlig unklar, ob sich die Mechanismen evolutionär entwickelter biologischer Gehirne auf emergent organisierte Aggregate von Quantenfluktuationen an galaktischen supermassiven schwarzen Löchern übertragen lassen. Auch wenn beide die Fähigkeit zu planendem Denken haben.

Man geht trotzdem inzwischen davon aus, dass alle großen SMBHs Simbas mit kognitiven Prozessen haben. Prinzipiell könnte die dafür notwendige Selbstorganisation auch ein Zufallseffekt sein und nur vereinzelt vorkommen. Damit gäbe es nur wenige emergente Wesen in einem großen Biotop nicht-intelligenter Galaxien. Aber Modellrechnungen zeigen, dass die Selbstorganisation der anfangs chaotischen Raumzeit fast zwangsläufig ist. Die erste Musterbildung ist spontan und zufällig. Nach dieser Initialzündung wird die gesamte isochor skalierte Raumzeit der Ereignishorizonthülle von der Ordnung erfasst. Das ist vergleichbar mit einem Kristallkeim in einer unterkühlten Flüssigkeit, der spontan die gesamte Flüssigkeit zur Kristallstruktur ordnet. Der Beginn der Ordnung ist zufällig und kann Milliarden Jahre dauern. Aber nach 13 Milliarden Jahren sind wohl alle großen SMBHs durch Simbas belebt.

Wenn man weiß, dass die Bewegungen großer Simbas planvoll ist, dann erscheinen Kollisionen von Galaxien in einem anderen Licht. Bei Kollisionen von kleinen Galaxien mit großen kann man davon ausgehen, dass die Kleine von der Großen gefressen wird. Sterne und Gas der Beutegalaxie werden dem Galaxiekörper des Jägers hinzugefügt. Das zentrale Schwarze Loch der Beute verschmilzt mit dem großen SMBH und steigert die Kapazität des Simba.

Aber auch Kollisionen von Galaxien mit gleich großen SMBHs enden meistens dramatisch, entweder durch Verschmelzung oder mit der Zerstörung einer Galaxie, je nachdem wie sie sich treffen. All die Kollisionen, die wir sehen, sind absichtlich herbeigeführt, von einer oder von beiden Parteien. Manchmal geht es anscheinend darum, die andere Galaxie zu beschädigen oder zu bestehlen indem man ihr die Masse abnimmt.

Verschmelzungen großer Galaxien bei denen die SMBHs ineinander aufgehen, lassen auch noch eine andere Deutung zu. Da durch die Verschmelzung gleich großer Simbas deren Ordnungsstruktur wesentlich geändert und gleichzeitig vergrößert wird, einsteht aus zwei Individuen ein mächtigeres Neues. Die Kollision wäre in diesem Fall die – erzwungene oder freiwillige – Verschmelzung, um auf der Intelligenzskala einen großen Schritt nach vorn zu machen.

Geht man nun davon aus, dass dieser Vorgang keine Instinkthandlung sein kann, da Instinkt und Reflexe evolutionäre hervorgebrachte und nicht emergente Eigenschaften sind, dann stellt sich die Frage, was die Galaxien zur Verschmelzung treibt und woher sie "wissen", dass ein Vorteil darin liegt. Eine mögliche Antwort ist, dass die Simbas logische und vorausschauende Denkvorgänge haben, dass sie also nicht nur unseren Tieren entsprechen. Das bedeutet nicht zwingend, dass sie Bewusstsein und Selbsterkenntnis haben. Aber wenn schon SMBHs mit einigen Millionen Sonnenmassen logisch und geplant handeln, dann liegt der Gedanke nicht fern, dass wenigstens die sehr großen SMBHs mit Milliarden Sonnenmassen intelligent und mit Bewusstsein ausgestattet sind.

Eine durchaus plausible Theorie, die inzwischen durch viele Modellrechnungen gestützt wird, geht davon aus, dass SMBHs sehr schnell nach dem ersten Organisationsimpuls bewusste Intelligenz entwickeln. Bei kleineren SMBHs dauert das statistisch länger. Deshalb sind Kleinere meistens nicht intelligent. Alle Großen sind intelligente Individuen und ihre Kapazität wächst mit dem Volumen ihrer makroskopischen Quantenstruktur, das heißt mit der Masse des SMBHs.

Die theoretische Verarbeitungsleistung wächst sogar mit dem Quadrat der Masse. Ein SMBH mit 4 Milliarden Sonnenmassen hat eine millionenfach höhere Kapazität als das SMBH unserer Milchstraße. Vermutlich wächst Intelligenz nicht linear mit der Kapazität und möglicherweise gibt es limitierende Faktoren. Aber es ist gut möglich, dass es da draußen Galaxien gibt, die viel intelligenter sind, als wir: Superintelligenzen von Galaxiengröße in extremer Zeitlupe.

Sie wären uns wahrscheinlich weit überlegen, wenn sie uns bemerken würden. Aber Galaxien interessieren sich nicht für uns biologische Wesen. Sie leben langsam. Sie bemerken nur Ereignisse, die eine Millionen Jahre dauern und Millionen Sterne betreffen. Aufstieg und Fall unserer Zivilisationen bleiben unbemerkt. Nur wenn wir viele Millionen Jahre überdauern würden und dabei Millionen Sterne manipulieren würden, dann würden sie uns wahrnehmen. Wir sind die Mikroben unserer Galaxie. Erst eine Zivilisation von 2,5 auf der Kardashev-Skala könnte unserer Galaxie Bauchschmerzen verursachen. Bis dahin lebt sie ihr Leben und wir unseres, nebeneinander, aber doch völlig unabhängig.

Man erwartet, dass unserer Milchstraße in 4 Milliarden Jahren mit der Andromeda Galaxie kollidiert. Das gilt aber nur dann, wenn die momentane Bewegung gleichbleibt. Die Galaxien können jederzeit – in Zeiträumen von 100 Millionen Jahren – ihre Bewegung ändern. Vielleicht ist gar keine Kollision beabsichtigt, sondern sie nähern sie sich nur an. Beide fliegen in Richtung des sogenannten Großen Attraktors, einer Gravitationsanomalie in 200 Millionen Lichtjahren Entfernung. Die gemeinsame Geschwindigkeit ist mit 700 km/s viel größer als die relative Annäherung (110 km/s). Und der momentane Abstand ist nur 1/100 der Gesamtstrecke. Anders ausgedrückt: sie fliegen nebeneinander her zum Großen Attraktor und drehen dabei Pirouetten. Milchstraße und Andromeda nicht nur von der Gravitation gezogene passive Objekte, sondern vielmehr befreundete Galaxien auf gemeinsamer Wanderschaft.

#Intelligenz #SchwarzesLoch #Galaxie #Emergenz #Physik #Wissenschaft

2841 Entdeckung des leuchtenden Tempels von Demeter

Der Tempel scheint von innen heraus kalt zu glühen. Die Leuchterscheinung tritt Anfang des Jahres völlig überraschend auf und bleibt seitdem konstant. Sie wird als optischer Teil der Streustrahlung einer nur ansatzweise verstandenen Reparatureinrichtung angesehen.

Der Tempel gehört zu einer Ansammlung von Ruinen im Dschungel des südlichen Radaman Kontinents. Die wahre Funktion des sogenannten Tempels ist nicht bekannt. Das Alter der xenoarchäologischen Artefakte wird auf 50.000 Erdjahre geschätzt. Ein Großteil der Installationen ist stark verfallen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass es auf Demeter einst noch wesentlich mehr Artefakte gegeben hat, dass die meisten aber inzwischen stark verwittert dem Urwald zum Opfer gefallen sind.

Nur wenige Objekte sind noch gut erhalten. Zu dieser Gruppe gehört auch der berühmt gewordene Tempel. Der Tempel war mit anderen größeren Artefakten schon kurz nach der ersten Besiedlung Demeters 2684 bei einer Routinedurchmusterung registriert worden. Es dauerte aber 15 Jahre bis die ersten Artefakte auf Radaman von Forschern untersucht wurden.

Demeters Artefakte sind über den südlichen Teil des Radaman Kontinents verstreut. Es gibt größere Strukturen, von denen man annimmt, dass sie aus hunderten von Objekten bestehen und einige Einzelobjekte, die keiner Struktur zugeordnet werden konnten. Auf dem nördlichen Radaman und auf anderen Kontinenten existieren nur sehr wenige xenoarchäologische Objekte. Sie sind alle stark verwittert und mit bloßem Auge nicht erkennbar. Die Größe der Artefakte reicht von 3 mal 3 m bis zu 300 m Durchmesser und 50 m Höhe.

Der Tempel bildet den südlichen Scheitelpunkt einer 800 km x 1200 km durchmessenden elliptischen Anordnung von Konstruktionen ähnlicher Bauweise. Der Tempel bietet bei Nacht einen spektakulären Anblick. Er scheint von innen heraus zu leuchten und hebt sich damit weithin sichtbar vom nächtlichen Dschungel ab. Die Leuchterscheinung ist erstmals 2841 bei einem Standardscan aufgefallen und vier Wochen später von Forschern der Theophrastus Universität besucht worden.

Satellitenscans werden vom Globalen Überwachungssystem regelmäßig durchgeführt. Demeters GSS fährt täglich IR und Radar Scans. Die optische Durchmusterung bis 10 cm Auflösung geschieht wöchentlich im Tag/Nacht Wechsel. Bei der optischen Durchmusterung fallen ca. 2500 PB Daten an, die seit 2765 von der Theophrastus Universität verarbeitet werden. Im Gegenzug finanzierte das GSS eine hyperparallele KI, von der 30 % für andere Forschungsprojekte eingesetzt werden können.

Die KI benachrichtigte den GSS Autooperator über die Leuchterscheinung, der daraufhin eine automatische Hoversonde entsandte. Der Klassifikator stufte die Ergebnisse der Sonde als nicht zeitkritisch ein, so dass die Nachricht erst nach 19 Tagen einem menschlichen Operator zur Kenntnis gelangte.

Der Tempel ist das am besten erhaltene Artefakt von Demeter. Er zeigt keine Verwitterungserscheinungen. Analysen der vergangenen Jahre lassen einen passiven potentialbasierten Selbstheilungsmechanismus der Oberflächenschichten erkennen, der weit über unsere technologischen Möglichkeiten hinausgeht. Die Strahlung im sichtbaren Licht scheint eine Nebenwirkung des Selbstheilungsbetriebs zu sein.

Vor 3 Jahren entdeckten Wissenschaftler einen Fluss hochenergetischer Neutrinos in den äußeren Schichten des Baumaterials. Die Flussdichte ist über Notsob Stora Transformationen mit der Anordnung des Baumaterials korreliert. Die Teilchen, zerfallen ohne messbare Zwischenstadien und scheinen eine isotrope Emission blauer Photonen zu induzieren, die als bläulicher Schein wahrgenommen werden. Die Neutrinos werden von Wissenschaftlern als Streustrahlung des Hintergrundpotentials interpretiert.

Die Wirkmechanismen potentialbasierter Selbstheilung sind bisher nur ansatzweise theoretisch verstanden. Prinzipiell erzeugt ein konstantes Hintergrundpotential eine Kraft, die die Teilchen eines Objekts in der Gleichgewichtslage hält, bzw. diese nach Auslenkung wieder in die Gleichgewichtslage bringt. Ein zusätzlicher Dämpfungsterm entnimmt potentielle Energie und verhindert Oszillationen.

Nach heutigen Erkenntnissen gelingt es den Erbauern der Anlagen vermutlich über eine künstliche Symmetriebrechung ein Vektorpotential zu stabilisieren, dessen reale Amplitude ortsabhängig den Gravitationsvektor bereitstellt, um Materie in der gewünschten Form zu fixieren.

Man vermutet, dass die kinetische Dämpfung Energie in das Vektorpotential rückführt, dieses also effektiv Energie aus der Wechselwirkung mit der Umgebung bezieht und dabei gleichzeitig die Auswirkungen externer Einflüsse nivelliert.

Möglicherweise ist die Felderzeugung aber nicht versorgungs- oder wartungsfrei, denn bisher wurde nur dieses eine Objekt entdeckt bei dem die Anlage in Betrieb ist. Bei anderen Objekten gibt es Hinweise, dass in früherer Zeit ähnliche Anlagen aktiv waren, die aber jetzt anscheinend ausgefallen sind.

Man nimmt an, dass viele, wenn nicht alle von Demeters Artefakten einst durch einen vergleichbaren Konservierungsmechanismus geschützt waren. Im Laufe der Zeit sind die Anlagen anscheinend ausgefallen und haben ihre Bauwerke der Verwitterung preisgegeben. Nur so ist zu erklären, dass nach mehr als 50.000 Jahren einige Bauwerke noch gut erhalten sind, während andere stark verwittert oder vollständig ausgelöscht sind.

#Alien #Artefakt #Wissenschaft #Physik #Archäologie

http://jmp1.de/h2841

2357 Erstmals gelingt die räumliche Versetzung einer Versuchsapparatur durch Deformation des Raums

Man hatte schon vorher erfolgreich von außen die Raumzeit künstlich deformiert. Aber nun gelingt dies erstmals von innerhalb der Blase. Die Versuchsapparatur verdichtet die Raumzeit in einer Richtung und expandiert sie in der anderen. Damit entsteht eine scheinbare Bewegung ohne, dass sich das Objekt im Raum bewegt. Es ist der Raum selbst, der sich bewegt.

Der Raum wird aber nicht makroskopisch deformiert. Man benutzt fraktale Raumverzerrungen, die hohe Gravitationsgradienten an einem Geflecht infinitesimaler Faltflächen erzeugen. Die Faltflächen haben eine fraktale Dimension nahe 3. Sie sind raumartig, haben aber theoretisch kein Volumen in dem die Raumzeit gekrümmt werden muss. In der Praxis sind die fraktalen Faltflächen nicht streng zweidimensional. Aber das reale Gesamtvolumen ist so gering, dass keine exotische Materie nötig ist, wie früher angenommen. Die negative Energie virtueller Teilchen an einem künstlichen Ereignishorizont liefert auf sub-nuklearen Längenskalen die nötigen Gravitationsgradienten. Der Ereignishorizont für virtuelle Teilchen entsteht durch einen Quantenspiegel, der die CP-Verletzung verwendet, um D-Mesonen und ihre Antiteilchen zu trennen.

Der messbare Effekt ist noch gering. Die scheinbare Bewegung beträgt nur wenige Mikrometer pro Sekunde. Aber noch nie zuvor hat sich ein von Menschen geschaffenes Gerät durch Krümmung des Raums selbst bewegt.

Viele Forschungsgruppen arbeiten an Verbesserungen. Schnell erreicht man scheinbare Geschwindigkeiten von Metern pro Sekunde. Im Lauf der Zeit werden viele Parameter optimiert. Manche Mechanismen werden verbessert, andere durch leistungsfähigere Alternativen ersetzt.

Die tatsächliche Größe der Faltflächen spielt eine wichtige Rolle. Je höher die fraktale Dimension, desto feiner sind die Faltflächen und desto größer der erreichbare Gravitationsgradient und die Geschwindigkeit.

Der Antrieb läuft gepulst. Jeder Puls erzeugt eine kleine Raumverschiebung. Die scheinbare Geschwindigkeit ist deshalb proportional zur Taktfrequenz. Die Zykluszeit sinkt bald von Millisekunden auf Nanosekunden. Dafür stellt man die aktive Zyklussteuerung auf einen Resonanzeffekt um. Das ist ein Paradigmenwechsel, für den viele andere Komponenten angepasst werden müssen.

Später ersetzt man D-Mesonen durch B-Mesonen wegen ihrer höheren Masse. Das erhöht den Energiebedarf, aber auch die Geschwindigkeit bis in den Bereich von Kilometern pro Sekunde. Die Verwendung von noch schwereren T-Mesonen für die Erzeugung negativer Energie bleibt lange unerreichbar. Die Teilchen sind zu kurzlebig. Das gelingt erst viel später mit extrasolarer Technologie.

Statt eines CP-basierten Quantenspiegels werden schließlich Quantum Black Holes als Ereignishorizont benutzt. Damit öffnet sich die Möglichkeit WIMPs (Weakly Interacting Massive Particles) oder M-BEC (Meson-Bose Einstein Condensates) statt einzelnen Mesonenpaaren zu verwenden. Deren Erzeugung in relevanten Mengen liegt noch weit in der Zukunft. Auch Pikosekunden-Takte werden erst mit extrasolarer Technik möglich.

Jede Verbesserung bringt einen Effizienzgewinn, eine höhere Geschwindigkeit, einen geringeren Energieverbrauch, höhere Zuverlässigkeit oder Manövrierfähigkeit. Echte Überlichttriebwerke in interstellaren Raumschiffen werden nichts mehr gemeinsam haben mit den ersten Versuchsapparaturen. Aber das Grundprinzip bleibt bis in das Überlichtzeitalter gleich.

http://jmp1.de/h2357