2841 Entdeckung des leuchtenden Tempels von Demeter

Der Tempel scheint von innen heraus kalt zu glühen. Die Leuchterscheinung tritt Anfang des Jahres völlig überraschend auf und bleibt seitdem konstant. Sie wird als optischer Teil der Streustrahlung einer nur ansatzweise verstandenen Reparatureinrichtung angesehen.

Der Tempel gehört zu einer Ansammlung von Ruinen im Dschungel des südlichen Radaman Kontinents. Die wahre Funktion des sogenannten Tempels ist nicht bekannt. Das Alter der xenoarchäologischen Artefakte wird auf 50.000 Erdjahre geschätzt. Ein Großteil der Installationen ist stark verfallen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass es auf Demeter einst noch wesentlich mehr Artefakte gegeben hat, dass die meisten aber inzwischen stark verwittert dem Urwald zum Opfer gefallen sind.

Nur wenige Objekte sind noch gut erhalten. Zu dieser Gruppe gehört auch der berühmt gewordene Tempel. Der Tempel war mit anderen größeren Artefakten schon kurz nach der ersten Besiedlung Demeters 2684 bei einer Routinedurchmusterung registriert worden. Es dauerte aber 15 Jahre bis die ersten Artefakte auf Radaman von Forschern untersucht wurden.

Demeters Artefakte sind über den südlichen Teil des Radaman Kontinents verstreut. Es gibt größere Strukturen, von denen man annimmt, dass sie aus hunderten von Objekten bestehen und einige Einzelobjekte, die keiner Struktur zugeordnet werden konnten. Auf dem nördlichen Radaman und auf anderen Kontinenten existieren nur sehr wenige xenoarchäologische Objekte. Sie sind alle stark verwittert und mit bloßem Auge nicht erkennbar. Die Größe der Artefakte reicht von 3 mal 3 m bis zu 300 m Durchmesser und 50 m Höhe.

Der Tempel bildet den südlichen Scheitelpunkt einer 800 km x 1200 km durchmessenden elliptischen Anordnung von Konstruktionen ähnlicher Bauweise. Der Tempel bietet bei Nacht einen spektakulären Anblick. Er scheint von innen heraus zu leuchten und hebt sich damit weithin sichtbar vom nächtlichen Dschungel ab. Die Leuchterscheinung ist erstmals 2841 bei einem Standardscan aufgefallen und vier Wochen später von Forschern der Theophrastus Universität besucht worden.

Satellitenscans werden vom Globalen Überwachungssystem regelmäßig durchgeführt. Demeters GSS fährt täglich IR und Radar Scans. Die optische Durchmusterung bis 10 cm Auflösung geschieht wöchentlich im Tag/Nacht Wechsel. Bei der optischen Durchmusterung fallen ca. 2500 PB Daten an, die seit 2765 von der Theophrastus Universität verarbeitet werden. Im Gegenzug finanzierte das GSS eine hyperparallele KI, von der 30 % für andere Forschungsprojekte eingesetzt werden können.

Die KI benachrichtigte den GSS Autooperator über die Leuchterscheinung, der daraufhin eine automatische Hoversonde entsandte. Der Klassifikator stufte die Ergebnisse der Sonde als nicht zeitkritisch ein, so dass die Nachricht erst nach 19 Tagen einem menschlichen Operator zur Kenntnis gelangte.

Der Tempel ist das am besten erhaltene Artefakt von Demeter. Er zeigt keine Verwitterungserscheinungen. Analysen der vergangenen Jahre lassen einen passiven potentialbasierten Selbstheilungsmechanismus der Oberflächenschichten erkennen, der weit über unsere technologischen Möglichkeiten hinausgeht. Die Strahlung im sichtbaren Licht scheint eine Nebenwirkung des Selbstheilungsbetriebs zu sein.

Vor 3 Jahren entdeckten Wissenschaftler einen Fluss hochenergetischer Neutrinos in den äußeren Schichten des Baumaterials. Die Flussdichte ist über Notsob Stora Transformationen mit der Anordnung des Baumaterials korreliert. Die Teilchen, zerfallen ohne messbare Zwischenstadien und scheinen eine isotrope Emission blauer Photonen zu induzieren, die als bläulicher Schein wahrgenommen werden. Die Neutrinos werden von Wissenschaftlern als Streustrahlung des Hintergrundpotentials interpretiert.

Die Wirkmechanismen potentialbasierter Selbstheilung sind bisher nur ansatzweise theoretisch verstanden. Prinzipiell erzeugt ein konstantes Hintergrundpotential eine Kraft, die die Teilchen eines Objekts in der Gleichgewichtslage hält, bzw. diese nach Auslenkung wieder in die Gleichgewichtslage bringt. Ein zusätzlicher Dämpfungsterm entnimmt potentielle Energie und verhindert Oszillationen.

Nach heutigen Erkenntnissen gelingt es den Erbauern der Anlagen vermutlich über eine künstliche Symmetriebrechung ein Vektorpotential zu stabilisieren, dessen reale Amplitude ortsabhängig den Gravitationsvektor bereitstellt, um Materie in der gewünschten Form zu fixieren.

Man vermutet, dass die kinetische Dämpfung Energie in das Vektorpotential rückführt, dieses also effektiv Energie aus der Wechselwirkung mit der Umgebung bezieht und dabei gleichzeitig die Auswirkungen externer Einflüsse nivelliert.

Möglicherweise ist die Felderzeugung aber nicht versorgungs- oder wartungsfrei, denn bisher wurde nur dieses eine Objekt entdeckt bei dem die Anlage in Betrieb ist. Bei anderen Objekten gibt es Hinweise, dass in früherer Zeit ähnliche Anlagen aktiv waren, die aber jetzt anscheinend ausgefallen sind.

Man nimmt an, dass viele, wenn nicht alle von Demeters Artefakten einst durch einen vergleichbaren Konservierungsmechanismus geschützt waren. Im Laufe der Zeit sind die Anlagen anscheinend ausgefallen und haben ihre Bauwerke der Verwitterung preisgegeben. Nur so ist zu erklären, dass nach mehr als 50.000 Jahren einige Bauwerke noch gut erhalten sind, während andere stark verwittert oder vollständig ausgelöscht sind.

#Alien #Artefakt #Wissenschaft #Physik #Archäologie

http://jmp1.de/h2841

2630 Aufdeckung der Chanakya-Verschwörung

Nach einer Sperrfrist von 100 Jahren wird ein Infoblock der Magadha-Sangha Föderation/Venus freigegeben, der Hinweise auf den sogenannten Chanakya-Plan enthält. Der Infoblock ist nur einer von vielen, die regelmäßig nach Ablauf ihrer Geheimhaltungsfristen publiziert werden. Investigative Nachforschungen bringen einen weitreichenden Plan zutage, den Magadha-Sangha, ein Zusammenschluss reicher Venus Habitate in der ersten Hälfte des 26. Jahrhunderts verfolgte.

Der Plan zielte darauf ab, die fragmentierte interplanetare Zivilisation des Solsystems unter einem gemeinsamen politischen Dach zu vereinen. Magadha-Sangha und viele andere Fraktionen im inneren System betrachteten damals die Venus, den Schwesterplaneten der Erde, als neues Zentrum des Solsystems. Die Venus sollte die Nachfolge der Erde antreten, die sich vom Rest des Systems isoliert hatte. Zwar waren bis dahin alle Terraforming Aktivitäten gescheitert, aber es gab unzählige schwebende Habitate in der oberen Atmosphäre der Venus. Die Venus-Habitate bieten in 50 km Höhe die erdähnlichsten Lebensbedingungen im gesamten System, einschließlich einer irdischen Gravitation und freien Bereichen unter einem blauen Himmel. Auf der Venus gibt es die besten Lebensbedingungen für Menschen ohne genetische Anpassungen an niedrige Schwerkraft. Die Venus war ein Paradies für die Erd-Nostalgiker.

Die Magadha-Sangha Föderation versuchte mit dem Chanakya-Plan andere Siedlungen, Habitate und Raumstationen im ganzen System wirtschaftlich und politisch abhängig zu machen mit dem Ziel, dass diese dann der Venus-Föderation beitreten. Magadha-Sangha sollte der Nukleus der Venus-Föderation werden aus der dann die solare Föderation hervorgehen sollte.

Die unnachgiebige Haltung der venusischen Kreativ-Kartelle in der Galileo-Krise 2515 war wohl im Einklang mit dem Chanakya-Plan. Selbst in der größten Not beharrten sie auf der Einhaltung des DRM. Letztlich gab dies der Mengchu-Bewegung auftrieb und beschädigte eher die IP-Interessen der Kreativ-Kartelle. Die Galileo-Krise war wohl der erste große Fehlschlag des Chanakya-Plans, aber nicht der Einzige.

Der Chanakya-Plan brach schließlich zusammen, als die Isolation der Erde endete. Mit der Öffnung der Erde nach dem Ende das Systemkriegs änderten sich schlagartig die Rahmenbedingungen. Die Entwicklung im Solsystem wurde dann wieder von den vielen Milliarden Menschen und dem wirtschaftlichen Potential der Erde bestimmt. Die interplanetare Zivilisation verlor an Bedeutung. Sie blieb technologisch, wirtschaftlich und kulturell wichtig, war aber nicht mehr dominant. Die Erde wurde schnell wieder zum Zentrum des Sonnensystems.

Die Veröffentlichung des Plans ist unangenehm für die damals Beteiligten. Manche sind auch 100 Jahre später noch politisch aktiv. Aber eigentlich ist die Tatsache, dass Magadha-Sangha einen langfristigen Plan hatte, wenig überraschend. Viele Fraktionen und Mächte haben Pläne und manche versuchen diese auch rücksichtslos durchzusetzen. Viel skandalöser als die Existenz des Plans sind einige Einzelaktionen und deren dramatische Folgen.

Besonders bemerkenswert ist die geheime Expedition in das Artu-System ab 2518. Die Mission sollte überlegene außerirdischer Technologie beschaffen. Dafür flogen einige der frühen Interstellarschiffe nach Artu. Die Expedition war erfolgreich und konnte tatsächlich Kontakt zur Artu-Zivilisation herstellen. Die Artu-Zivilisation ist sehr vielfältig und fragmentiert. Es gibt keine einheitliche Regierung. Die Expedition konnte nur mit einigen Clans handeln. Aber sie erreichte das Missionsziel. Sie brachte Technologie von Artu zurück.

Der Rückflug fand nicht, wie ursprünglich geplant, mit den eigenen Schiffen statt (was 11 Jahre gedauert hätte), sondern mit einem Schiff des q3-Clans von Artu in nur 6 Tagen.

Der erste Besuch eines extrasolaren Schiffes war also schon 2531, 13 Jahre vor der Ankunft des Marui-Händlers 2544 auf Ibadan. Aber die Flüge von Artu wurden geheim gehalten. Auch das ist ein kleiner Skandal, aber er wird in den Schatten gestellt von den weiteren Entwicklungen. Ab 2531 gab es regelmäßig geheimen Kontakt zwischen Magadha-Sangha und q3. Personal von Magadha-Sangha reiste nach Artu und q3-Sophonten waren in getarnten Schiffen im Solsystem unterwegs.

Wir kennen nicht die Gründe von q3, um sich im Solsystem zu engagieren und eine geheime Partnerschaft mit Magadha-Sangha einzugehen. Aber sicher bietet eine neue Zivilisation im Aufbruch, wie die Menschheit, großes Potential für einen kleinen aber technologisch weitentwickelten Partner. Die Motive von Magadha-Sangha sind offensichtlich. Magadha-Sangha erhielt exklusiven Zugriff auf überlegene Technologien. Sicher ist, dass q3 Infiltrationswerkzeuge lieferte, die alle solaren Informationsbarrieren überwinden konnten. Welche Einzelaktionen damit durchgeführt wurden, ist nicht bekannt. Mehrere bisher unerklärliche Ereignisse in den Jahren 2532 bis 2542 könnten darauf zurückzuführen sein, dass Magadha-Sangha weitreichenden Zugriff auf die Informationsinfrastruktur des Systems hatte.

Einige Dokumente verraten aber auch, das Magadha-Sangha mit der Kooperation unzufrieden war. q3 lieferte vor allem technische Geräte, aber wenig Know-how. Ursprünglich war Magadha-Sangha nur an Software und Know-how interessiert. Baupläne, mit denen man selbst überlegene Technik herstellen kann, sind wertvoller, als nur die Geräte ohne begleitendes Know-how. Leider begrenzte q3 den Zugang zu Software, Plänen und Informationen. Magadha-Sangha begann deshalb eigene Forschungen auf Basis der spärlichen Informationen von q3 und ohne q3 zu informieren.

Das führte einige Jahre später zum Mukhagni-Zwischenfall in einer der geheimen Forschungsanlagen. Dokumente, die über den Forschungsgegenstand Auskunft geben könnten, sind weiterhin geheim. Es gibt Hinweise, dass es sich um biologische Forschung mit Viren handelte. In Verbindung mit den öffentlich sichtbaren Ereignissen rund um Mukhagni 2540 macht das die Kessler-Viroidae Theorie wahrscheinlich.

Mitarbeiter von Magadha-Sangha könnten von ihren Artu-Partnern von den anorganischen Viren und ihrem Potential als Nano-Assembler/Disassembler gehört haben. Replikatoren, also Nano-Assembler, gehörten zur Liste gewünschter Technologien der ursprünglichen Artu-Expedition. Kessler-Viroidae waren seit 2478 bekannt. Die anorganischen Viren sind normalerweise nur schwach aktiv und harmlos. Heute wissen wir, dass sie Gene für aggressive Disassembler enthalten. Kessler-Viroidae sind in sehr geringen Mengen im interplanetaren Staub fast omnipräsent. So wurden sie auch entdeckt. Die Beschaffung des Basismaterials wäre für Magadha-Sangha also möglich gewesen, ohne Wissen von q3. Vielleicht hoffte Magadha-Sangha durch Manipulation der Viren Disassembler oder sogar spezialisierte Assembler herstellen zu können. Jedenfalls ging das gründlich schief und die Forschungsstation musste auf spektakuläre Weise - systemweit für alle sichtbar - zerstört werden.

Nach Mukhagni brach der Kontakt zu q3 ab. Die Artu-Sophonten scheinen das Solsystem fluchtartig verlassen zu haben. Anscheinend waren die Verantwortlichen bei q3 so von den Ereignissen schockiert, dass sie die Zusammenarbeit mit Magadha-Sangha sofort und vollständig beendeten. Das ist nach heutigem Wissen verständlich, denn es gilt als erwiesen, dass eine aggressive Variante dieser Viren vor ca. 30.000 Jahren den sogenannten Brand ausgelöst und dabei mehrere interplanetare Zivilisationen ausgelöscht hatte.

Man geht heute davon aus, dass es sich beim Mukhagni-Zwischenfall tatsächlich um eine aggressive Form der Kessler-Viroidae handelte. Mit welcher Technologie auch immer dort gearbeitet wurde. Dieser Teil des Chanakya-Plans brachte die Menschheit an den Rand der Vernichtung.

Danach wird es ruhig um den Chanakya-Plan. Aber die Artu-Expedition hat einige Jahre später noch andere gravierende Auswirkungen. 2574 erscheinen Schiffe von Artu im Solsystem und fordern Tribut. Es sind Vertreter eines anderen Artu-Clans. Sie hatten von der Menschheit erfahren und offensichtlich beschlossen, ihre technische Überlegenheit auszunutzen, um die Menschheit zu erpressen. Ein Schicksal, das viele Völker ereilt.

Bisher ging man davon aus, dass das Wissen über das Solsystem durch den Marui-Besuch 2544 nach Artu gelangte. Aber im Lichte der Chanakya-Veröffentlichungen ist ein anderer Weg wahrscheinlicher. Der Artu-Clan, dessen Schiffe im Solsystem erschienen, hatte in der Folge der Magadha-Sangha Expedition von der Menschheit erfahren und so auch die Position des Solsystems erhalten.

Man weiß nicht, ob dieser Clan schon bei der ersten Expedition mit Magadha-Sangha Personal zu tun hatte oder ob er erst später von q3 von der neuen Zivilisation im Solsystem erfuhr. Jedenfalls kommen sie mit ihren überlegenen Schiffen in das Solsystem. Sie behaupten Abgesandte eines Imperiums zu sein, der Artu-Domäne, und etablieren ein Tributsystem bei dem die Menschheit 1/128 ihrer Wirtschaftsleistung abliefern muss. Zuerst für 41 Jahre an die sogenannte Artu-Domäne und dann 15 Jahre an den Artu Polizei-Clan p53, der die Menschheit später wieder von der Artu-Domäne befreit.

Obwohl sich 1/128 der Wirtschaftsleistung nicht viel anhört, beläuft sich der akkumulierte Tribut fast auf ein halbes Jahres-Bruttosozialprodukt der solaren Wirtschaft. Das entspricht dem Wert der gesamten Gold- und Platinvorräte der Menschheit.

Während der Herrschaft der Artu-Domäne kommt es außerdem immer wieder zu Anschlägen auf die Tributinfrastruktur. Die Artu-Domäne geht zeitweilig gewaltsam vor und zerstört mehrere Habitate. Insgesamt verlieren im Raum 750.000 Habitat-Bewohner ihr Leben, davon 70.000 final. Auf der Erde brechen durch die Ankunft der Artu-Domäne Konflikte zwischen Expansionisten und Isolationisten wieder auf. Es kommt in der Folge zu kriegerischen Auseinandersetzungen mit 230.000 Opfern, davon 150.000 final.

Magadha-Sangha ist nicht nur verantwortlich für die Beinahe-Vernichtung der gesamten Menschheit durch den Mukhagni-Zwischenfall, sondern auch für einen gigantischen wirtschaftlichen Verlust und 220.000 finale Opfer.

Die Magadha-Sangha erleidet einen signifikanten Reputationsverlust. Die Verantwortlichen des Chanakya-Plans, die noch politisch aktiv sind, müssen zurücktreten. Einige werden angeklagt. Nach Schadenersatzklagen gegen Magadha-Sangha müssen die meisten der beteiligten Venus Habitate Konkurs anmelden. Manche werden als abhängige Einheit übernommen. Andere müssen geräumt werden. Die Bewohner verlieren ihre Heimat und das leere Habitat wird verkauft.

#Verschwörung #Aliens #Erstkontakt

http://jmp1.de/h2630

2518 Geheime interstellare Mission.

Eine Föderation reicher Venus Habitate rüstet insgeheim eine interstellare Expedition aus. Fünf Interstellarschiffe sollen 11 Jahre lang zu einem 80 Lichtjahre entfernten Sonnensystem reisen. Dort hat man schon 100 Jahre zuvor mit Teleskopen große Objekte im interplanetaren Raum entdeckt. Die Mission basiert auf der Annahme, dass dort eine weit fortgeschrittene Zivilisation existiert. Das Ziel der Mission besteht darin, fortschrittliche Technologie zu erwerben. Die Technologie wäre im Solsystem einzigartig. Man wäre damit allen anderen Fraktionen überlegen und niemand könnte auf absehbare Zeit ähnlich mächtige Technologien erwerben.

Das Projekt läuft unter dem Codenamen Long Shot im Rahmen des Chanakya Plans. Es wird durchgeführt vom Technologiedienst Ajatashatru und bekommt erhebliche Finanzmittel aus dem Haushalt der Magadha-Sangha Föderation.

Die Expedition ist eine sogenannte High-Risk/High-Reward Mission. Die Auftraggeber und die Teilnehmer gehen hohe Risiken ein. Sie versprechen sich ein Ergebnis, das die Machtverhältnisse im Solsystem zu ihren Gunsten ändern kann.

Bei der Planung der Mission werden potentiell interessante Technologien untersucht. Man erarbeitet einen Katalog von gewünschten disruptiven Technologien. Aber letztlich muss man der Besatzung vertrauen, dass sie die richtigen Technologien aufspürt. Technologien, die aus machtpolitischer Sicht interessant, aber dabei gleichzeitig für die Expedition erreichbar und transportierbar sind. Aufgrund der begrenzten Transportkapazität auf dem Rückflug rechnet man vor allem mit Nano- und Informationstechnologien, bzw. Know-how, z.B.:

- ein sogenanntes Orakel, eine eingeschlossene singuläre KI, die zuverlässige taktische oder strategische Prognosen erstellen und zukünftige Entwicklungen vorhersagen kann.

- Infiltrations- und Kryptanalyse-Software auf bisher unbekannter physikalischer oder informationstheoretischer Grundlage mit der man in gut geschützte solare Informationssysteme eindringen kann.

- Replikatoren, d.h. Nano-Assembler, die auf atomarer Ebene jedes Gerät in perfekter Qualität konstruieren können. Die besten solaren Autofabs arbeiten auf Basis von sub-Mikron Clustern, sind aber weit entfernt von molekularen oder atomaren Assemblern.

- Baupläne und theoretische Grundlagen für überlegene Energiesysteme, wie katalytische Antimaterieerzeugung oder Vakuumenergie.

- Grundlagen und Produktionsmittel für wesentlich schnellere ÜL-Triebwerke, möglicherweise auf Basis von Quanten Black Holes.

Magadha-Sangha geht sehr vorsichtig vor und will neue Machtmittel nicht offen einsetzen. Deshalb sind Waffen und waffenfähige Technologien weniger interessant.

Alle Technologien sind spekulativ. Man weiß nicht, ob sie überhaupt existieren und wenn sie existieren, ob sie für Menschen verfügbar wären. Aber die Grundannahme ist, dass eine Zivilisation mit hunderten oder tausenden Jahren Technologievorsprung viele Alltagstechnologien verwendet, die im Solsystem übermächtig wären.

Die Mission ist riskant. Man rechnet mit einer Erfolgsquote von 1:20. Die Schiffe sind mit den neuesten Faktor-7 ÜL-Triebwerken ausgerüstet. Der Flug dauert 11 Jahre, aber die neuen Triebwerke sind noch nie so lange am Stück gelaufen. Nach der Erfahrung mit den Flügen der Marco Polo nimmt die Expedition sehr viele Triebwerkskomponenten für Reparaturen mit. Zusätzlich ist ein Justierwerk von Dilan an Bord mit dem man defekte Konverterpole wieder ausrichten kann. Trotzdem rechnet man mit einem Totalausfallrisiko von 50 %, jeweils für Hin- und Rückflug. Dazu kommen die Unwägbarkeiten am Zielort. Was wird die Expedition dort vorfinden? Wird sie sich verständigen können? Welche Gefahren lauern dort? Wird es möglich sein, mit den mitgeführten Zahlungsmitteln Technologie zu erwerben?

Die Schiffe sind voll beladen mit Containern. Die Frachtkapazität teilt sich auf in Wohnquartiere und Lebenserhaltung (5 %), Proviant (5 %), diverse Edelmetalle und Seltene Erden als Zahlungsmittel (20 %), Triebwerkskomponenten (30%), Schiffsausrüstung, Autofabs und Material für Reparaturen (40 %).

Um Ressourcen zu sparen sind die meisten Teilnehmer Uploads in Mikro-Mechs. Trotzdem reisen 5 Menschen als Bios, weil man befürchtet, dass die Zivilisation am Zielort feindlich gegenüber einer reinen Mech-Besatzung eingestellt sein könnte. Die Menschen reisen in Biostasis.

Nach neun Jahren Vorbereitung verlassen die Schiffe einzeln unter verschiedenen Tarnidentitäten das System. Sie sammeln sich drei Lichttage nördlich der Ekliptik. Dann beginnt die lange Reise.

#Geheim #interstellar #Technologie #Reise

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2478 Großrazzia im Asteroidengürtel

Bericht eines Polizeieinsatzes von Norden Esstisch, Kommandant SEK, Iris Cloning Enforcement Agency, Iris City, 2478:

Unser Ziel war eine alte Tankstation auf Asteroid 14387. Die Station war nach vorliegenden Daten vor 15 Jahren aufgegeben worden. Zumindest war das der letzte registrierte Tankvorgang. Danach gab es keine Maintenance-Besuche mehr. Statistische Verkehrsanalysen und andere indirekte Hinweise deuteten darauf hin, dass 14387 als illegale Fertigungsanlage arbeitete. Ermittlungen im Jahr 2477 im Zusammenhang mit einem endgültigen Mord in Vesta Prime gingen in die gleiche Richtung. Der aktuelle Einsatz kam zustande nachdem ein illegales Lager von Bioroiden ebenfalls auf Vesta Prime aufgeflogen war. Die dabei angefallenen Lieferdaten enthielten indirekte Hinweise auf die nähere Umgebung von 14387.

Wir näherten uns dem Ziel im Ortungsschatten von 56288. Für die letzten 300 Tkm mussten wir den Schatten verlassen, um zu 14387 vorzustoßen. Die drei Stunden verbrachten wir bei 1,5 g zum Zero-Intercept minus 2000 km. Der Anflug war so geplant, dass wir uns dem Ziel auf der abgewandten Seite näherten. Als Planungsunterlagen hatten wir die alten Backups der Betreibergesellschaft herangezogen. Die Daten sagten uns natürlich nicht, dass neue Sensorplattformen den Himmel des Asteroiden fast lückenlos (3,5 Pi) abdeckten. Das merkten wir erst später.

Jedenfalls schickten wir bei 100 Tkm Entfernung drei Naherkundungssonden. Die Sonden bezogen ihre Orbits und nahmen drei Minuten vor unserer Ankunft den Aktivbetrieb auf. Zwei davon erwischten sie sofort. Die dritte sendete uns immerhin einen Scan bevor sie neutralisiert wurde. So waren wir gewarnt. Sie aber auch. Es war auch klar, dass sie genügend Zeit gehabt hatten, die Verteidigung zu organisieren. Kein Überraschungseffekt also, aber nach kurzer Rücksprache mit den anderen Sektionsleitern entschieden wir uns, den Einsatz fortzusetzen.

Auf der Basis des Sonden-Scans ließ ich auf die Verteidigungsstellungen feuern. Dies geschah von den AKV und durch Launcher der Transporter. Danach schickten wir einen Zug Drohnen hinein. Leider wurde eines der zwei Shuttles im Anflug abgeschossen. Das zweite setzte die Drohnen ab und erhielt einen Treffer beim Abflug. Der halbe Zug stieß auf starken Widerstand von automatischen Geschützen. Wir mussten den Zug aufgeben und neutralisierten die Bodenverteidigung mit den AKV. Anschließend setzten drei Shuttles eine Kompanie unserer Kampfdrohnen ab. Die Drohnen drangen bei schwachem Gegenfeuer in den Komplex ein. Ihnen folgten neun Kontaktspezialisten in Battle-Armor aus drei Richtungen. Einer der Stoßtrupps stellte den einzigen Menschen der Anlage. Ihr Name war Alaiia Zucca. Sie tötete sich selbst bevor sie immobilisiert werden konnte. Zuccas Gehirn war zu stark zerstört zum Ghosten, aber die Infowar Leute hatten mehr Erfolg. Nachdem die Infiltratoren uns Zugang verschafft hatten, konnten wir drei KIs festnehmen. Ein KI namens Haratani Zindato-Vilmouth, der anscheinend die Operation leitete, enthielt wertvolle Hinweise auf Syndikatsstrukturen und Vertriebsnetze. Die Frau war vermutlich nur in untergeordneter Funktion tätig.

Wir fanden tatsächlich Produktionsanlagen für Bioroids. Zusätzlich auch noch mehrere Drogensynthesizer, vor allem Pitchou und Darkstar Derivate. Die Bioroids waren in verschiedenen Produktionsstadien, von Zellkulturen verschiedener Gewebe, bis zu ausgewachsenen Bioroids. Einige saßen sogar in den Programmiergeräten, als die Kontakteinheiten eindrangen. Das Ganze sah nach einer voll laufenden Fertigungsstraße aus. Leider erlitten 15 ausgebildete Bioroids explosive Dekompression, als die zweite Welle der Drohnen den Zugang aufbrach. 22 Bioroids konnten gerettet werden. Davon waren 10 für verschiedene Servicefunktionen (siehe Laboranalyse), der Rest offensichtlich Pleasuremodelle.

Insgesamt kann der Einsatz als Erfolg betrachtet werden. Die hohen Verluste unter den Drohnen sind zu bedauern. Sie sind auf die unvollständige Datenlage zurückzuführen. Es gab keine ernsthaften Personenschäden. Dafür konnten aber mehrere mutmaßliche Rouge-KI in leitenden Funktionen gefangen genommen werden.

Material: 3 Mannschaftstransporter, 5 Materialtransporter, 180 Kampfdrohnen (1:3 Defender/Enforcer Mix) in 2 Kompanien, 4 Vestigo Sonden zur Naherkundung, 1 PointDev3K Missile Defense, 2 AKV Offensiveinheiten, 3 EM Plattformen, 6 Shuttle (2 Tukker und 4 KQ3), 3 Kurzstrecken Missile-Launcher, 16 Battle-Armor.

Personal: Einsatzleitung: 3, Drohnen Operator: 5, Besatzung Kampfeinheiten: 6, Gepanzertes Kontaktpersonal: 9, Med: 2, Infowar-Infiltration: 2, Infowar-Analytik: 3.

Materialschäden: Vestigo Sonden (Totalverlust: 3), Shuttle (Totalverlust: 2), Drohnen (Totalverlust: 72, beschädigt: 12), Battle-Armor (Totalschaden: 2, beschädigt: 5).

#Asteroiden #Polizei #KI #Drogen #Bioroid #Trojaner #Mafia

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2394 Inbetriebnahme des Starprobe Projekts

Offizieller Projektname: Ultra High Velocity Long Range Autonomous Explorer Swarm. Ein 10.000 Kilometer langes elektromagnetisches Katapult schießt einen Schwarm mikroskopisch kleiner Elemente auf nahe interstellare Ziele.

Die Elemente des Schwarms erfahren eine Beschleunigung von mehreren Millionen G. Sie müssen deshalb sehr klein und kompakt sein. Größere Strukturen würden von den Gezeitenkräften differentieller Beschleunigung zerrissen.

Die Einzelteile sollen sich im Flug zu Erkundungssonden zusammensetzen und das Zielsystem im Vorbeiflug untersuchen. Ein Abbremsen ist nicht vorgesehen.

Der Schwarm fliegt mit 4 % der Lichtgeschwindigkeit und ist mit 12.000 km pro Sekunde das Schnellste, das die Menschheit je auf Reisen geschickt hat.

Jeder "Schuss" besteht eigentlich aus einer komplexen Folge von Bündeln, die kurz nacheinander in genau abgestimmtem Abstand abgefeuert werden. Die Bündel haben unterschiedliche Funktionen. Es gibt verschiedene Mikroschilde, die mechanisch und elektromagnetisch einen Schusskanal frei räumen. Weitere Bündel enthalten die Einzelteile von Survey-Sonden, die Planeten und andere interessante Ziele identifizieren. Die Survey-Sonden geben ihre Ergebnisse an später folgende Scout-Sonden weiter. Die Scout-Sonden entwickeln lange vor dem Ziel Delta-V, um nahe an den Planeten des Zielsystems vorbeizufliegen. Am Ende der Schussfolge kommen Bauteile für Kommunikationslaser, die alle Daten in das Solsystem zurück senden. Auf vielen Ebenen ist Redundanz vorgesehen. Die Sonden werden aus dem Elementpool des Schwarms entsprechend den jeweiligen Aufgaben zusammengesetzt.

Der ganze Prozess muss automatisch ablaufen, da keine Kommunikation mit dem Schwarm in Echtzeit möglich ist. Über die Frage des Intelligenzniveaus der Steuereinheiten gibt es Konflikte zwischen den beteiligten Wissenschaftlern, der Öffentlichkeit und Politikern. Eigentlich müsste der Schwarm mit KI ausgestattet werden, um flexibel auf Ereignisse zu reagieren. Aber viele zögern, selbständige KI in das Universum zu schießen. Theoretisch könnte der Schwarm nach der Zielerkundung abbremsen, nach Millionen Jahren, durch die Ausnutzung von interstellaren und interplanetaren Magnetfeldern. Dann hätte man unkontrollierte KI freigesetzt, die über sehr flexiblen Möglichkeiten zur Rekonfiguration und Selbstreparatur verfügt.

Die Frage wird nicht einheitlich entschieden. Letztlich werden verschiedene Konfigurationen entsandt. Dabei sind auch einige autonome KI für besonders anspruchsvolle Zielsysteme.

Starprobe wird 2428 aufgewertet für eine Endgeschwindigkeit von 12 % c.

#Railgun #Interstellar #Wissenschaft #Naniten

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2574 Artu-Domäne

Eine Gruppe von fremden Raumschiffen erscheint im Sonnensystem. Sie sind Abgesandte der Artu-Domäne, des interstellaren Herrschaftsbereichs von Artu zu dem das Solsystem gehört. Die Besatzung besteht aus einer bunten Mischung von Sophonten verschiedener Völker, der typischen Bevölkerung des Artu-Systems, wie es heißt. Die Neuankömmlinge verfügen über weit überlegene Technologie. Ihre Schiffe brauchen nur wenige Tage bis zum Solsystem während solare Schiffe eher 3 Jahre unterwegs wären. Die Schiffe der Flottille sind offensichtlich bewaffnet und man kann davon ausgehen, dass ihre Militärtechnik genauso überlegen ist, wie der ÜL-Antrieb.

 Die fremden Schiffe beziehen Position beim Neptun und nehmen Kontakt zu den Behörden des Solsystems auf. Das ist nicht ganz einfach, denn es gibt keine einheitliche Regierung. Der Systemkrieg liegt erst wenige Jahre zurück. Das Konzil von Kalkutta ist dabei, sich zum Parlament der Koalition zu entwickeln. Es befasst sich aber im Wesentlichen mit den vielen Problemen der Erde nach dem Ende der langen Isolation. Die Koalition im interplanetaren Raum, die den Systemkrieg gewonnen hatte, verliert seit Kriegsende ihren Einfluss auf die Mitglieder im Raum. Ein Großteil der Kriegslast im inneren System wurde von den Truppen marsianischer Territorialsouveränitäten getragen. Diese sind aber inzwischen demilitarisiert. Die wohlhabenden Venus Habitate hatten materiell viel zum Sieg der Koalition beigetragen. Sie bilden aber keine größeren Körperschaften mit systemweitem Machtanspruch. Das äußere System, ist ein Flickenteppich an Habitaten, kommerziellen Organisationen und territorialen Souveränitäten auf den Monden der Gasriesen.

 Die Abgesandten von Artu bezeichnen das Solsystem als Artu-Protektorat. Sie erklären der Menschheit die politische Struktur der näheren interstellaren Umgebung einschließlich der zentralen Stellung der Artu-Domäne. Sie wollen über einen Stützpunkt verhandeln. Die Artu-Domäne erwartet außerdem von neuen Protektoraten 1/128 ihrer Wirtschaftsleistung als Abgaben. Das ist ein Betrag, den man aufbringen kann und für den es sich nicht lohnt, sich mit überlegenen Aliens anzulegen. Die Abgesandten suchen eine Organisation, die die Abgaben im ganzen System einsammeln, verwalten und zum Transport bereitstellen kann. Die interplanetare Koalition mit Sitz in Vegas/Luna wäre eine natürliche Wahl. Zwei Schiffe fliegen weiter in das innere System, um sich mit Vertretern der Koalition zu treffen.

 Viele andere Fraktionen wollen verhindern, dass der Koalition so eine wichtige Rolle zufällt. Nach dem Ende der Isolation der Erde sind die irdischen Mächte dabei, wieder eine bestimmende Rolle im Sonnensystem zu übernehmen. Immerhin repräsentieren sie den Großteil der solaren Bevölkerung. Die Eurasia-Fraktion in Kalkutta schickt eigene Vertreter, um unabhängige Verhandlungen einzuleiten. Im äußeren System wenden sich Vertreter verschiedener Mächte direkt an die bei Neptun wartenden Schiffe.

 Die Medien des Systems überschlagen sich mit Meldungen, Gerüchten, Befürchtungen, Drohungen und Erklärungen von allen möglichen solaren Organisationen. Das ganze System ist in Aufruhr. Das empfindliche Kräftegleichgewicht zwischen Vertretern irdischen Völker in Kalkutta und dem interplanetaren Koalitionsrat in Vegas ist in Gefahr. Der Krieg droht wieder auszubrechen.

 Die beiden Schiffe werden im Anflug auf Vegas/Luna von einem L5-Zielradar erfasst und mit Raketen beschossen. Sie wehren den Angriff mühelos ab und zerstören die feindlichen Plattformen. Die Schiffe kehren zum Neptun zurück.

 Die Abgesandten erklären, selbst eine Organisation zum Einsammeln der Abgaben aufzubauen und wählen dafür eine Basis im Saturn-System. Die Flottille stößt zum Saturn vor und annektiert im Namen der Artu-Domäne Epimetheus, einen der kleineren unbewohnten Saturnmonde.

 Die Abgesandten fordern nun Vertreter mehrerer Systemmächte auf, für Verhandlungen nach Epimetheus zu kommen und einen Plan vorzulegen wie die Abgaben aufgebracht werden sollen.

 Im Lauf des nächsten Jahres organisieren viele interplanetare Mächte den Transport ihrer Abgaben nach Epimetheus. Die Abgaben werden vor allem in Form von Rohstoffen geleistet. Bei Epimetheus werden sie auf interstellare Frachter der Artu-Domäne umgeladen. Dafür entstehen rund um Epimetheus große Verladeterminals als Abgabeersatzleistung eines Titan-Konsortiums.

 Die Staaten der Erde, die zusammen 90 % des Bruttosozialprodukts des Sonnensystems darstellen, beteiligen sich nur schleppend. Das hat ganz praktische Gründe. Die interplanetaren Transportkapazitäten reichen bei Weitem nicht aus, um den Anteil der Erde nach Epimetheus zu liefern. Die Zurückhaltung ist aber vor allem darauf zurückzuführen, dass die Erde gerade aus einer langen selbstgewählten Isolation kommt. Viele Bürger, aber auch Politiker der Erde, nehmen die neue Realität in einem interplanetaren, bzw. interstellaren Umfeld noch nicht wahr. Sie sind geprägt durch eine nachhaltige autarke Wirtschaft und eine geschlossene Gesellschaft ohne Außenbeziehungen. Die Tatsache, dass außerhalb der Erde und des Sonnensystems andere, weiter entwickelte, Völker und Fraktionen existieren, wollen viele nicht wahrhaben. Lieber würde man sich wieder vom Universum abkapseln. Stattdessen ist nun eine fremde unbekannte Macht in das Sonnensystem eingedrungen und fordert Tribut. Die schlimmsten Befürchtungen der Isolationisten werden wahr.

 Auf der Erde brechen die Konflikte zwischen Expansionisten und Isolationisten wieder auf. Es gibt Anschläge auf Einrichtungen bei Epimetheus, auf Verladestationen bei den Rohstoffquellen und sogar auf interstellare Frachter. 2577 wird ein Frachter am Epimetheus-Terminal durch eine Nuklearexplosion zerstört. Daraufhin dehnt die Artu-Domäne den Sicherheitsbereich auf das gesamte Saturnsystem aus. Das Saturnsystem soll demilitarisiert werden. Alle lokalen Mächte müssen ihre Waffen abgeben. Das ruft natürlich Widerstand hervor. Viele Habitate weigern sich, den Abgesandten Artu's Zutritt zu gewähren. Vereinzelt gibt es heftige Kämpfe in Stationen. Die Bodentruppen Artu's sind im direkten Kampf weit überlegen. Trotzdem gibt es auch bei ihnen Verluste. Im Verlauf der Demilitarisierung werden mehrere Habitate und Stationen durch Bordkämpfe beschädigt.

 Nach 3 Monaten eskalierendem Widerstand zerstören die Abgesandten Artu's den Verkehrsknotenpunkt Ibadan im Titanorbit. Die Station wird von einem Schwarm Mikrobots angegriffen. Die Bots verteilen sich über Ibadan, die Docks, die Werften, Containergerüste, Produktions- und Wohnbereiche. Sie zünden gleichzeitig ihre Antimaterie-Ladungen, jeweils ca. 10 mg. Der weitläufige Stationskomplex wird mit 40.000 Bewohnern ohne Vorwarnung vollständig zerstört. 8.000 Bios werden terminiert, davon 2523 final ohne Backup. Für die Mechs und Uploads liegt die Backup-Quote bei 95 %, also ca. 1600 Totalverluste. Das Gleiche passiert Gemini, dem großen Erde-Mond-L5 Doppelzylinder mit 600.000 Bewohnern und dem Venus Dom-Habitat Afrodt mit 55.000 Bewohnern. Wiederherstellung aus Backups: 91 %, Verlust der originalen biologischen Körpern: 220.000, akkumulierter Erinnerungsverlust: ca. 200 k Jahre.

 Das Solsystem ist geschockt. Der organisierte Widerstand bricht zusammen. Das Saturnsystem wird demilitarisiert. Die Abgesandten erklären die Region um Saturn zum Kernprotektorat. Dem Kernprotektorat werden 1/16 der Wirtschaftsleistung als Abgaben auferlegt. Die Abgesandten erwähnen dabei auch Ressourcenprotektorate bei denen typischerweise 1/4 als Abgabe angesetzt werden.

 Im Lauf der folgenden 10 Jahren erreicht die Abgabenquote im gesamten System 4/5 der geforderten Höhe. Das übrige Fünftel wird in Absprache mit den Abgesandten für die Logistik aufgewendet. Die solare Schiffbauindustrie stellt die notwendigen Transportkapazitäten zur Verfügung. Der Boom im Schiffsbau reißt die interplanetare Wirtschaft mit. Auch die Erde erlebt einen anhaltenden Aufschwung.

 Das Saturnsystem bleibt Kernprotektorat.

 Einige irdische Staaten boykottieren immer noch das Abgabensystem.

 Im ganzen System gibt es immer wieder Anschläge auf die Transportinfrastruktur. Das Abgabensystem ist aber inzwischen dezentralisiert und nie in Gefahr.

 In der Folge des Kontakts mit Thoris kommen 2588 erste Zweifel an der Darstellung der Abgesandten von Artu auf. Es dauert mehrere Jahre bis die Angaben zu den interstellaren Machtverhältnissen durch unabhängige Quellen überprüft werden können. Viele Informationen stellen sich als absichtliche Falschangaben heraus. 2593 ist den Regierungen des Solsystems klar, dass es keine Artu-Domäne gibt. Die sogenannten Abgesandten von Artu sind eine autonomer Clan aus dem Artu-System. Einer von sehr vielen. Im Artu-System gibt es keine Gesamtregierung und keine systemweite Organisation. Die Artu Zivilisation ist noch viel stärker fragmentiert, als die solare. Es gibt Millionen souveräner Einheiten (Clans), wenige Allianzen und keine großen Territorialstaaten.

 Nach solaren Begriffen sind die "Abgesandten der Artu-Domäne" Freibeuter und Söldner. Aber im Solsystem sind sie weiterhin sehr mächtig und versuchen die Wahrheit zu unterdrücken.

 Es dauert 15 Jahre bis eine Expedition der ADIC (die Behörde für Entwicklung und interstellare Beziehungen der Koalition) mit einem von Thoris gemieteten Schiff nach Artu gelangt. Die ADIC wird dabei von interplanetaren und irdischen Staaten des Solsystems unterstützt. Nach weiteren drei Jahren können Botschafter der Koalition p53, einen Polizei-Clan von Artu, überzeugen, gegen die Artu-Domäne vorzugehen. p53 stört die Aktivitäten der Domäne im Artu-System und vertreibt 2514 die Abgesandten aus dem Solsystem. Die Abgesandten leisten keinen Widerstand. 

 Als Aufwandsentschädigung für p53 bleibt das Abgabesystem zugunsten von p53 für weitere 18 Jahre aktiv. Die Abgabenlast des "Kernprotektorats Saturn" wird auf das gesamte Solsystem umgelegt.

#Imperium #Tribut #Interstellar

http://jmp1.de/h2574

2281 Entwicklung des Gedankenabstraktums als interaktive Nachricht.

Das Abstraktum wird vor allem zur Kommunikation im Sonnensystem eingesetzt, wo die Lichtgeschwindigkeit Dialoge verhindert.

Das Gedankenabstraktums ist eigentlich ein unvollständiger Abzug des Bewusstseins. Es ist nicht geeignet als Grundlage für eine KI. Im Gegensatz zum Upload-Prozess, wird das Abstraktum aber nicht-destruktiv hergestellt. Es dient als Verhaltensschablone für eine KI-Simulation. Da das Gedankenabstraktum Meinungen und Verhaltensweisen des Originals enthält, kann es einen interaktiven Gesprächspartner darstellen, der so wie das Original reagiert und argumentiert, ohne selbst Bewusstsein zu empfinden.

Es dauert 30 Jahre, bis die komplexe Technologie kommerziell eingesetzt werden kann. Um das Jahr 2310 kann man ein Gedankenabstraktum etwa zum Preis eines persönlichen Besuchs versenden. Allerdings reist das Abstraktum als Datenpaket viel schneller, mit Lichtgeschwindigkeit. Die Empfangsseite braucht eine KI-Simulation, die das Abstraktums interpretiert und interpoliert. Die Interaktion des Abstraktums mit dem Empfänger wird typischerweise als Slink zurück geschickt.

Das Gedankenabstraktum ist nur ein interaktiver Gesprächspartner. Es hat keine Eigeninitiative wie Menschen und bewusste KI. Aber es spart zeitraubende Reisen in Fällen wo Interaktion und Diskussion zwischen weit entfernten Gesprächspartnern notwendig ist.

#Kommunikation #Wissenschaft #Erfindung #KI #Slink #Reisen

http://jmp1.de/h2281

2795 Unglück der Argentina

Das vollbesetzte Passagierschiff kollidiert beim Eintritt in das Cobol-System mit einem Asteroiden und explodiert. Rettungskräfte bergen 143 Opfer, 498 werden vermisst.

Unter den Opfern sind der Gouverneur von Syrak und der Botschafter von Artu auf Cobol mit seinem Gefolge. Der Passagierraumer war mit 485 Gästen, davon 462 Menschen, und 156 Besatzungsmitgliedern voll besetzt.

Die Argentina kommt vom Solsystem. Sie nähert sich der Ekliptik im ÜL mit einer effektiven Geschwindigkeit von 3400 km/s, etwa 30 Millionen Kilometer außerhalb der Poseidon Bahn. Sie trifft den Himmelskörper, einen Nickel-Eisen Asteroid von 180 m Durchmesser,  wenige Sekunden nach dem Wiedereintritt.

Asteroiden dieser Größenklasse werden vom Deepspace-Radarnetzwerk überwacht. Der Himmelskörper befindet sich auf einer irregulären Bahn, die vermutlich vom nahe stehenden Hades aus einer Bahn im Kuiper Gürtel auf eine einwärts gerichtete Ellipse gelenkt worden war. Er wird inzwischen von der Raumüberwachung erfasst. Der Asteroid wird Cobol in 11 Jahren in der sicheren Entfernung von 354 Mio. km passieren.

Die Flugsicherheit im äußeren System gab in jüngster Zeit wiederholt Anlass zur Sorge. Im Sol-System ist der Überlichtverkehr innerhalb der gesamten Uranus Raumkugel schon seit der Newplace-Katastrophe im Jahr 2440 verboten.

Der Sprecher des Pilotenverbands fordert unterdessen einen umfangreichen Ausbau der Objektüberwachung im äußeren System, um den ständig wachsenden Verkehr besser abzusichern.

#Unglück #Raumschiff #Interstellar #Asteroiden

http://jmp1.de/h2795

2791 Besuch des Contour-Systemfahrzeugs bei Cobol

Das Fahrzeug ist ein Konglomerat aus Milliarden Energieblasen zwischen 1m und 10 km mit einem Gesamtvolumen von 4 Millionen Kubikkilometern. Contour-Inkarnationen und -Blasen durchstreifen den Sektor für 3 Monate. Es wird berichtet von vielen Kontakten zwischen Menschen und Contour-Wesen, von gemeinsamen Reisen, Erlebnissen, Informations- und Erfahrungsaustausch. Nach mehrtägigen spektakulären Feiern reist die Hauptmasse des Contour-Fahrzeugs ab. Energieblasen werden noch weitere 20 Jahre gesichtet. Im Solsystem sogar wesentlich länger.

Das Contour-Fahrzeug entstammt einer weiter fortgeschrittenen (galaktischen?) Zivilisation. Es befindet sich nach Aussagen der Contour-Wesen auf ständiger Kreuzfahrt. Das Fahrzeug dient als mobile Basis für Inkarnationen von Contour-Wesen. Einige Menschen lernen Ausschnitte einer phantastischen Zivilisation kennen. Einzelne dürfen Zentren der Contour-Zivilisation besuchen. Deren reale Lage wird nicht bekannt. Man nimmt an, dass die Zivilisation im Wesentlichen delokalisiert ist und aus mobilen Netzknoten besteht. Die Erfahrungen mit Reisen von Menschen mit Contour-Wesen deuten auf zeitverlustfreie Kommunikation über sehr große Distanzen hin. Dabei bleibt unklar, ob die Contour überlichtschnelle Kommunikation mit großer Reichweite beherrschen oder ob die Kommunikation über ein Netz von interstellaren Relaisketten abgewickelt wird.

Während des Besuchs wurden überall im System Myriaden mikroskopisch kleiner Energieblasen beobachtet. Die Vermutung liegt nahe, dass diese Einheiten als Datensammler das System durchdrangen. Die wenigen gesicherten Erkenntnisse über die Informationskapazität der Contour-Technik lassen vermuten, dass die Einrichtungen des Systemfahrzeugs einen vollständigen Informationsabzug der menschlichen Zivilisation von Cobol erzeugt haben. Einige Menschen, die in engem Kontakt mit Contour standen, berichten sogar von einer virtuellen Simulation der Menschheit von Cobol auf molekularer Ebene und von Begegnungen mit menschlichen Inkarnationen der Contour. Ob die Menschheit nur Studienobjekt ist oder damit auf unvorstellbare Weise zu einem Teil der Contour-Zivilisation geworden ist, bleibt Spekulation.

Trotz vieler Kontakte bleiben nur wenige greifbare Einflüsse in Kultur, Wissenschaft und Technik. Es scheint, als ob die Contour den Informationsfluss sehr genau gesteuert haben, um die Auswirkungen ihres Besuchs zu minimieren.

Das Contour Systemschiff, dass Cobol besucht, hinterlässt nicht nur im Cobol-System, sondern in mehreren bewohnten Sonnensystemen der näheren Umgebung sogenannte Bojen: milchig-weiße kugelförmige Energieblasen verschiedener Größe. Die Bojen zeigen außer gelegentlichen Ortswechseln keine Aktivität. Im Sol-System wurden bislang 14 Bojen entdeckt. Die meisten mit Durchmessern von etwa 1 bis 10 Meter. Die bekannten Bojen sind verstreut über das gesamte Sonnensystem, eine innerhalb der Merkurbahn, 2 im Mars-Erde Bereich, 8 (!) in Jupiterumlaufbahnen und eine bei Neptun. Die übrigen 2 befinden sich Leerraum weit über, bzw. unter der Ekliptik. Die Neptunboje ist mit 50 m Durchmesser bei Weitem die Größe.

Warum sich mehr als die Hälfte aller gesichteten Contour Bojen bei Jupiter befinden ist nicht bekannt. Die Contour interessieren sich anscheinend sehr stark für die Vorgänge auf Jupiter. Es ist deshalb nicht auszuschließen, dass es auf Jupiter doch Leben gibt, vielleicht sogar intelligentes Leben. Sollte tatsächlich intelligentes Leben auf Jupiter der Grund für das Interesse der Contour sein, dann befindet es sich aber noch nicht im technischen Zeitalter und macht sich noch nicht bemerkbar.

Jupiter scheint für die Contour mindestens genauso interessant zu sein, wie der gesamte Rest des Systems, mit Erde, Mond, alle anderen bewohnten Planeten und tausenden Habitaten im Raum. Das ist nicht verwunderlich, da die Oberfläche Jupiters 100 Mal größer ist als die Erde. Falls es Leben auf Jupiter geben sollte, dann ist die Vielfalt der Arten vermutlich erheblich größer, als die des Lebens von der Erde.

#Überlichtgeschwindigkeit #ElderZivilisation #virtuell #Inkarnation #delokalisiert #Besucher

http://jmp1.de/h2791

2802 Außerirdische Mikroben auf der Erde

Neue Untersuchungen zeigen, dass etwa ein Zehntel der irdischen Mikrofauna außerirdischen Ursprungs ist. Die fremden Lebewesen wurden im Lauf der letzten 200 Jahre unbeabsichtigt eingeschleppt. Viele fremde Organismen haben wegen ihrer inkompatiblen Biologie keine natürlichen Feinde. Sie können sich deshalb gut vermehren, stellen aber andererseits auch keine Gefahr dar.

Vor allem dort, wo sich Biofilme bilden und auf Oberflächen ist der Anteil der außerirdischen Lebensformen hoch. In der Flora und im Erdreich ist er dagegen vernachlässigbar.

Es gibt zellähnliche Formen, von Bakterien und Einzellern bis zu Mehrzellern, Pilzen und Kleinstlebewesen. Daneben gibt es aber auch auf der Erde ursprünglich nicht bekannte Mikro-Lebensformen: zellwandlose freie selbstreplizierende Makromoleküle, Archaeen-ähnliche Organismen, Semibioten, die eher belebte Materie sind als Lebensformen, sich aber fortpflanzen. Es gibt Mikroben von Exobiologien, die mit der irdischen DNA kompatibel sind. Viele basieren auf inkompatiblen Proteinsystemen von Aminosäuren, aber mit anderer Makroordnung. Und es gibt ganz fremde Informationsträger und Replikationsmechanismen.

Besonders erwähnenswert sind Morphzeller von Kofu (die sich zu verschiedenen makroskopischen Lebewesen zusammenschließen und dann wieder in Einzelarchaee trennen können), Extremophile aus vielen Quellen (die an manchen Schwarzen Rauchern der Tiefsee schon ein Drittel der Biomasse ausmachen), sog. Rostwürmer (eigentlich bakterienähnliche Einzeller, die von der Energie der Eisenoxidation leben und dafür das Rosten von ungeschütztem Eisen katalysieren. Sie treten in fadenförmigen Anordnungen auf, deshalb Rost-"würmer"), androidale Bakterien (die anorganische Makromoleküle in ihre Struktur einbauen um Nanoprozessoren zu synthetisieren, Herkunft unbekannt).

Wenn man genau hinsieht, dann findet man auch sogenannte Kessler-Viroidae, anorganische Viren, entdeckt von Zipi Kessler im Jahr 2478. Sie kommen aus dem interstellaren Raum, werden vom Sonnenwind der Heliosphäre und den Molekülen der äußeren Atmosphäre abgebremst und gelangen bis auf die Planetenoberfläche. Kessler-Viroidae sind eigentlich harmlos. Aber inzwischen weiß man, dass sie Genmaterial für Nano-Disassembler tragen, die viele verschiedene Biosysteme angreifen können. Eine Mutation der Kessler-Viroidae verursachte die Massara-Seuche 2746.

Einige parasitäre und symbiotische Lebensformen leben mit irdischen Mikroben zusammen. Dazu gehören auch Tamartaee, hocheffiziente biochemische Zellkraftwerke von Chulu, die von einigen irdischen Bakterien adaptiert wurden. Es gibt Versuche, mittels Genmodifikation menschliche Mitochondrien durch Tamartaee zu ersetzen. Man verspricht sich davon eine deutliche physische Leistungssteigerung. Das ist aber noch ein weiter Weg.

#Exobiologie #Aliens #Erde #Mikroben

http://jmp1.de/h2802