Ein Marui Händler erreicht das Solsystem. Erst als der Händler gelandet ist, wird die Bedeutung des Augenblicks klar. Dann geht alles sehr schnell
Der erste Kontakt kommt beim Saturn zustande. Der Händler kommt aus 60 Grad zur Ekliptik im Abstand des Neptun in den Realraum. Saturn ist der nächste Planet. Der Marui analysiert während des Anflugs auf den Saturn den Verkehr und läuft einen der größten Verkehrsknotenpunkte an: Ibadan im Titan-Orbit. Der Händler kontaktiert die Ibadan Flugleitzentrale. Er spricht mit automatischem Übersetzer und erkundigt sich nach den Andockprozeduren und lokalen Gepflogenheiten. Die Flugleitzentrale weist dem Schiff eine Andockröhre zu, als ob extrasolare Schiffe alltäglich wären.
Tatsächlich ist der Flugverkehr im äußeren System abseits der Ekliptik ungeregelt. Ab und zu kommen Fernraumschiffe von Dilan. Aber der interstellare Verkehr ist noch vernachlässigbar gegenüber dem solaren Verkehrsaufkommen. Der Marui kommt über die Dilan-Route und wirkt deshalb wie einer der wenigen solaren Fernhändler. Auch die Kommunikation mithilfe Live-Übersetzer ist nicht ungewöhnlich. Es gibt viele Sprachen im Sonnensystem und üblicherweise laufen die Kontakte in der Sprache der Flugleitzentrale, in diesem Fall: Hausa. Übersetzer für alle verwendeten Sprachen gehören zur Standardausrüstung.
Der Marui hatte die Hausa-Daten mit einem Paket von 80 solaren Sprachen und einer handelsüblichen Übersetzer-KI inklusive Hardware von der irdischen Handelsvertretung auf Dilan gekauft. Die Vertretung auf Dilan hatte mehrere unbenutzte Geräte, da der Handelsverkehr stark abgenommen hatte.
Im Endanflug beantworte der Marui einige Standardfragen des Stationspersonals. Er verneint die Notwendigkeit von Entladedrohnen für seine Container. Das löst Verwunderung beim Stationspersonal aus, da Fernraumschiffe von Dilan üblicherweise die Container entladen, um nach einer Überholung gleich wieder zu starten. Die Fracht wird dann über Logistikdienstleister am Markt angeboten und weiter verteilt. Der Prozess ist inzwischen standardisiert, aber seltener geworden, da die Flüge abgenommen haben. Hochtechnologie von Dilan ist zwar immer noch gefragt, aber die Ankunft eines Fernraumschiffes ist keine Nachrichtenmeldung mehr wert. Der Marui dockt an die variable Andockröhre, wartet wie angewiesen auf das Freigabesignal und öffnet die Luftschleuse.
So steht also plötzlich eine Gruppe von fünf Marui im leichten Schutzanzug im Dock von Ibadan und klopfen an die Crystoplast-Scheibe des Dockmeisters. Der Dockmeister vom Dienst wundert sich über die Schutzanzüge und vor allem über das Aussehen der Besucher. Aber ein erfahrener Dockmeister des 25. Jahrhunderts im äußeren System hat schon viel misslungenes Gengineering gesehen. Zwischen all den Uplifts, Mods und Shells wirken Marui fast normal. Immerhin laufen sie auf zwei Beinen, was man nicht von allen 0G-Hacks behaupten kann.
Es schließt sich ein (wieder vom Autoübersetzer vermitteltes) Gespräch an, in dem es dem Dockmeister langsam dämmert, dass die Besucher fremder sind, als angenommen. Dann bricht hektische Aktivität los. Der Dockmeister hetzt zurück hinter seinen Crystoplast und alarmiert die Leitzentrale (3 Sekunden), die Bereitschaftstruppe der Einwanderungsbehörde (10 Sekunden) und seine Schwester bei Kronos-News (25 Sekunden). 50 Sekunden später sind die fünf Marui umringt von Kameradrohnen und Polizeibots. Nach 55 Sekunden flickert ein Live-Reporter-Avatar in die Gruppe der Marui hinein. Nach 60 Sekunden erscheinen die ersten Flash-Posts im Netz. Nach 78 Sekunden geht Kronos-News auf Sendung. Nach 85 Sekunden übernimmt ein Relay-Copter den News-Stream. Nach 90 Sekunden hat eine mobile Einsatzgruppe in voller Ausrüstung (mit Powered Battle Armor) die Besucher im Visier. Nach 92 Sekunden machen mobile Absperrungen den Bereich um die Marui-Gruppe dicht. Nach 95 Sekunden versuchen Störsender den News-Feed zu unterbinden, was nicht funktioniert, da der Relay-Copter rechtzeitig zur Stelle war und von innerhalb der Absperrung sendet. Die ersten Schaulustigen flickern nach 98 Sekunden als Avatare dazu. Mech-Shells sind nach 105 Sekunden die ersten physischen Schaulustigen, die die Szene erreichen. Bios sind nur wenig langsamer.
Nach 2 Minuten ist das Dock voll mit 25 umherschwirrenden Sensordrohnen von 11 Nachrichtendiensten, 15 Polizeibots mit Croud-Control Ausstattung, sieben militärische Drohnen, einer fliegenden taktischen Koordinator-KI, 12 mobilen Sperrbots mit transparenten Schilden, 800 Mechs, 120 Bios (davon die vier in Battle Armor, aber inzwischen ohne freies Schussfeld) und 5000 Avataren in allen möglichen Größen und Gestalten, die aber keinen physischen Platz beanspruchen.
Im inneren Kreis tritt eine angespannte Ruhe ein, nur unterbrochen durch die Versuche des Reporter-Avatars, die Marui zu interviewen. Eineinhalb Minuten später bahnt sich die zivile Leiterin der Flugsicherung, Esmeralda Alvarez Velasquez, ihren Weg durch die Menge. Das gelingt schließlich. Sie erreicht den inneren Kreis, wo fünf Marui etwas zusammengerückt sind. Ziemlich genau vier Minuten nachdem dem Dockmeister die Bedeutung des Augenblicks klar wurde, werden die ersten extrasolaren Besucher offiziell begrüßt, live ausgestrahlt durch Kronos-News. Die lichtschnelle Nachrichtenfront umfasst inzwischen das gesamte Saturnsystem. Der Kronos-Feed wird von anderen Nachrichtenagenturen angereichert durch Live-Eindrücke vom Spot, Hintergrundinfos und Kommentare. Das Exa-Prioritäts-Tag wird von fast allen Reputationsnetzwerken autorisiert und durchschlägt damit alle Nachrichtenfilter. Die meisten der 50 Millionen Bewohner im Saturn-System unterbrechen ihre Tätigkeiten, werden geweckt oder gebootet. Sie erleben den ersten Besuch live über ihre Retinadisplays, Implantate, Datenschnittstellen, als ob sie vor Ort wären. Velasquez in der in der Stationssprache Hausa: "Maramba, a cikin tsarin na rana. Kada ka damu " - "Willkommen, im Sonnensystem. Kein Grund zur Sorge". Kadakadamu wird über alle Sprachgrenzen hinweg zum geflügelten Wort und Velasquez zum Star der Talkshows.
http://jmp1.de/h2544
#Scifi #Erstkontakt #Aliens #Handel #interstellar #Raumstation #Saturn #Orbit #Raumschiff #Solsystem,
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2422 Eröffnung der Jupiter-Saturn Schnellbahn.
Die Schnellbahn ist eine Serie von elektromagnetischen Katapulten. Die
Strecke geht von einer Station im Jupiterorbit nach Titan. Sie verkürzt
die Transportzeit zwischen Jupiter und Saturn auf 1-3 Wochen. Im
Gegensatz zu ÜL-Frachtern, ist die Schnellbahn auch für Massengüter
geeignet.
Die Endstücke bei Jupiter und Saturn bestehen jeweils aus einer Sequenz von ringförmigen Beschleunigern. Die Beschleunigungs- und Bremsstrecken sind jeweils mehrere Millionen Kilometer lang. So weit reichen die Katapulte in den interplanetaren Raum.
Baubeginn ist 2401, die geplante Bauzeit 10 Jahre. Die Baukosten gehen weit über die Planungen hinaus. Das Betreiberkonsortium muss 2415 vor der Fertigstellung Konkurs anmelden. Das Ganymed-Direktorat verstaatlicht die Jupiter-Seite und stellt den Anschluss fertig. Bei Saturn gründen mehrere territoriale und orbitale Souveränitäten ein neues Konsortium, um den Bau abzuschließen. Tests und Optimierungen brauchen mehrere Jahre. Der Aufwand für die Justierung wurde bei der Planung unterschätzt. Unter großem technischem und wirtschaftlichem Aufwand werden beide Seiten fertiggestellt.
Die beiden Endstücke können Container auf viele Hundert Kilometer pro Sekunde beschleunigen. Die Container schießen quer durch das Sonnensystem. Am anderen Ende werden die Container nach dem gleichen Prinzip abgebremst. Es werden keine Schiffe mehr gebraucht. Allerdings zeigen erste Tests, dass die Beschleuniger bei weiten Entfernungen (wenn Saturn und Jupiter auf der gegenüberliegenden Seite der Sonne stehen) nicht zielgenau genug sind. Deshalb müssen die Container aktiv ihren Kurs korrigieren können, was den Betrieb deutlich verteuert.
Das gesamte Unternehmen steht von Anfang an in der Kritik. Die beiden Endstücke beschleunigen Massen von mehreren Tonnen auf sehr hohe Geschwindigkeiten. Die Strecke ist zwar als Transportsystem konzipiert. Aber die Beschleuniger könnten missbraucht und als kinetische Waffe (Railgun) gegen stationäre Ziele wie Planeten benutzt werden. Tatsächlich wäre ein solcher Einsatz verheerend, zu vergleichen mit einer Nuklearwaffe in Megatonnen Größenordnung.
Die Schnellbahn wird zum Rückgrat des Warenaustauschs zwischen den beiden bevölkerungsreichsten Regionen im äußeren System.
http://jmp1.de/h2422
Die Endstücke bei Jupiter und Saturn bestehen jeweils aus einer Sequenz von ringförmigen Beschleunigern. Die Beschleunigungs- und Bremsstrecken sind jeweils mehrere Millionen Kilometer lang. So weit reichen die Katapulte in den interplanetaren Raum.
Baubeginn ist 2401, die geplante Bauzeit 10 Jahre. Die Baukosten gehen weit über die Planungen hinaus. Das Betreiberkonsortium muss 2415 vor der Fertigstellung Konkurs anmelden. Das Ganymed-Direktorat verstaatlicht die Jupiter-Seite und stellt den Anschluss fertig. Bei Saturn gründen mehrere territoriale und orbitale Souveränitäten ein neues Konsortium, um den Bau abzuschließen. Tests und Optimierungen brauchen mehrere Jahre. Der Aufwand für die Justierung wurde bei der Planung unterschätzt. Unter großem technischem und wirtschaftlichem Aufwand werden beide Seiten fertiggestellt.
Die beiden Endstücke können Container auf viele Hundert Kilometer pro Sekunde beschleunigen. Die Container schießen quer durch das Sonnensystem. Am anderen Ende werden die Container nach dem gleichen Prinzip abgebremst. Es werden keine Schiffe mehr gebraucht. Allerdings zeigen erste Tests, dass die Beschleuniger bei weiten Entfernungen (wenn Saturn und Jupiter auf der gegenüberliegenden Seite der Sonne stehen) nicht zielgenau genug sind. Deshalb müssen die Container aktiv ihren Kurs korrigieren können, was den Betrieb deutlich verteuert.
Das gesamte Unternehmen steht von Anfang an in der Kritik. Die beiden Endstücke beschleunigen Massen von mehreren Tonnen auf sehr hohe Geschwindigkeiten. Die Strecke ist zwar als Transportsystem konzipiert. Aber die Beschleuniger könnten missbraucht und als kinetische Waffe (Railgun) gegen stationäre Ziele wie Planeten benutzt werden. Tatsächlich wäre ein solcher Einsatz verheerend, zu vergleichen mit einer Nuklearwaffe in Megatonnen Größenordnung.
Die Schnellbahn wird zum Rückgrat des Warenaustauschs zwischen den beiden bevölkerungsreichsten Regionen im äußeren System.
http://jmp1.de/h2422
2171 Pandora Artefakt
Auf dem Saturnmond Pandora wird ein radioaktiv strahlender Metallklumpen entdeckt. Die Zusammensetzung und die Art der Aktivierung deuten auf einen künstlichen Ursprung hin.
Tatsächlich war das Artefakt schon 2162 von einem Prospektor der Zhu-Republik (Südchina) entdeckt worden. Der Fund war in der Hoffnung auf andere Entdeckungen geheim gehalten worden. Auf Pandora wurden aber keine weiteren Stücke gefunden.
Das Pandora-Artefakt ist kein Einzelstück. In den inneren Saturnringen gibt es schwach strahlende Regionen. Man nahm an, dass Teile der Ringmaterie im Lauf der Zeit durch beschleunigte Alpha-Teilchen im Magnetfeld des Saturns aktiviert worden sind. Das Saturn-Magnetfeld ist zwar schwächer als das Jupiters. Aber paramagnetische Ringmaterie sorgt für eine Fokussierung, so dass an manchen Stellen magnetische Flussröhren entstehen in denen geladenen Teilchen sehr lange beschleunigt werden und hohe Geschwindigkeiten erreichen, eine Art natürlicher Speicherring. Protonen und Alpha-Teilchen im MeV Bereich können metallische Einschlüsse der Ringmaterie radioaktiv machen.
Im Lichte des Pandora Artefakts wurde der Ursprung der radioaktiven Strahlung neu untersucht. Man vermutet inzwischen, dass sich vor mehreren Millionen Jahren einige tausend Tonnen schwach radioaktive Metallfragmente auf einem Orbit in den inneren Ringen befanden. Im Lauf der Zeit wurde das Material durch Gezeitenkräfte und Reibung mit der Ringmaterie weit verteilt. Einzelne Brocken scheinen von den Schäfermonden eingefangen worden zu sein, wie auch das Pandora Artefakt, das wohl mit Pandora kollidierte und später von Ringmaterie bedeckt wurde. Die kleineren Bestandteile der Ursprungsmasse durchmischten sich mit der Ringmaterie. Simulationen können zeigen, wie sich die radioaktive Ringmaterie aus einer zusammenhängenden Quelle entwickelt und verteilt hat. Nach Extrapolationen handelt es sich insgesamt um ca. 8000 t Material.
Die Zusammensetzung des Pandora Artefakts deutet auf einen technischen Ursprung hin. Das Material ist vermutlich nicht durch natürliche Prozesse aktiviert worden, wie vorher angenommen, sondern durch Heliumkerne (Alpha-Teilchen) von wenigen MeV Energie, wie sie typischerweise in neutronenfreien Fusionsrektoren entstehen. Man spekuliert, dass es sich um Reste eines Reaktorunfalles handelt. Bei diesem hypothetischen Unfall wurden einige Teile des Aggregats wie das Pandora-Artefakt geschmolzen. Der weitaus größere Teil wurde durch eine Explosion in sehr kleine Fragmente aufgebrochen und verteilt.
#Saturn #Artefakt #Kernfusion #AlphaStrahlung #radioaktiv #scifi
Tatsächlich war das Artefakt schon 2162 von einem Prospektor der Zhu-Republik (Südchina) entdeckt worden. Der Fund war in der Hoffnung auf andere Entdeckungen geheim gehalten worden. Auf Pandora wurden aber keine weiteren Stücke gefunden.
Das Pandora-Artefakt ist kein Einzelstück. In den inneren Saturnringen gibt es schwach strahlende Regionen. Man nahm an, dass Teile der Ringmaterie im Lauf der Zeit durch beschleunigte Alpha-Teilchen im Magnetfeld des Saturns aktiviert worden sind. Das Saturn-Magnetfeld ist zwar schwächer als das Jupiters. Aber paramagnetische Ringmaterie sorgt für eine Fokussierung, so dass an manchen Stellen magnetische Flussröhren entstehen in denen geladenen Teilchen sehr lange beschleunigt werden und hohe Geschwindigkeiten erreichen, eine Art natürlicher Speicherring. Protonen und Alpha-Teilchen im MeV Bereich können metallische Einschlüsse der Ringmaterie radioaktiv machen.
Im Lichte des Pandora Artefakts wurde der Ursprung der radioaktiven Strahlung neu untersucht. Man vermutet inzwischen, dass sich vor mehreren Millionen Jahren einige tausend Tonnen schwach radioaktive Metallfragmente auf einem Orbit in den inneren Ringen befanden. Im Lauf der Zeit wurde das Material durch Gezeitenkräfte und Reibung mit der Ringmaterie weit verteilt. Einzelne Brocken scheinen von den Schäfermonden eingefangen worden zu sein, wie auch das Pandora Artefakt, das wohl mit Pandora kollidierte und später von Ringmaterie bedeckt wurde. Die kleineren Bestandteile der Ursprungsmasse durchmischten sich mit der Ringmaterie. Simulationen können zeigen, wie sich die radioaktive Ringmaterie aus einer zusammenhängenden Quelle entwickelt und verteilt hat. Nach Extrapolationen handelt es sich insgesamt um ca. 8000 t Material.
Die Zusammensetzung des Pandora Artefakts deutet auf einen technischen Ursprung hin. Das Material ist vermutlich nicht durch natürliche Prozesse aktiviert worden, wie vorher angenommen, sondern durch Heliumkerne (Alpha-Teilchen) von wenigen MeV Energie, wie sie typischerweise in neutronenfreien Fusionsrektoren entstehen. Man spekuliert, dass es sich um Reste eines Reaktorunfalles handelt. Bei diesem hypothetischen Unfall wurden einige Teile des Aggregats wie das Pandora-Artefakt geschmolzen. Der weitaus größere Teil wurde durch eine Explosion in sehr kleine Fragmente aufgebrochen und verteilt.
#Saturn #Artefakt #Kernfusion #AlphaStrahlung #radioaktiv #scifi
2349 Omikron-Ereignis. Ein fremdes Objekt durchquert das Sonnensystem.
Ein ca. 5 - 10 km großes fremdes Objekt durchquert das Sonnensystem auf Höhe der Saturnbahn mit einer Geschwindigkeit von 580 km/s. Das Objekt scheint immateriell zu sein. Sein Kurs ist absolut linear ohne gravitative Einflüsse. Es gibt keine Kommunikation, nur einen Rendezvous-Versuch durch einen Fusionsfackel Prospektor. Das Objekt verschwindet nach 3 Monaten im interstellaren Raum.
Entdeckt wird das Omikron-Objekt durch seine Wechselwirkung mit dem interplanetaren Wasserstoff. Er sendet beim Durchgang durch das Objekt eine Cherenkov-ähnliche Strahlung aus, allerdings im Gamma-Bereich um 500 keV. Aus dem Sternbild Löwe kommend, zieht das Objekt eine ideale Gerade unbeeinflusst durch die Gravitation der Sonne in Richtung des Wassermanns.
Wegen seiner flachen Neigung von nur 18 Grad zur Ekliptik wird es relativ früh entdeckt, bevor es die Uranusbahn erreicht. Der Saturn steht zu dieser Zeit auf der anderen Seite der Sonne. Das Objekt kommt bis auf 300 Mio. km an äußere Jupiter-Trojaner heran, wo es einige kleine Außenposten und unabhängige Basen gibt. Aber die Entfernungen im äußeren System sind sehr groß. Von den Trojanern kann kein Schiff das Objekt erreichen. Ein Kometenprospektor auf dem Weg in den Kuipergürtel (die Guangxian von Xia Bing) kann sich unter Einsatz aller Treibstoffreserven bis auf 30 Mio. km nähern. Beim Punkt größter Annäherung bleibt trotzdem eine Relativgeschwindigkeit von 270 km/s so dass sich das Objekt jede Stunde wieder um eine Million km von der Guangxian entfernt. Die Guangxian driftet anschließend mehrere Monate bis zur Neptunbahn, bevor sie aufgetankt und abgebremst werden kann.
Es gibt viele Theorien zur Natur des Omikron-Objekts. Manche Wissenschaftler halten es für ein unbekanntes makroskopisches Elementarteilchen, andere für das Produkt einer höherstehenden Zivilisation.
Richtung und Geschwindigkeit favorisieren allerdings eine exotische Theorie. Das Omikron-Objekt könnte ein sog. Uananchi-Knoten sein, ein Punkt im Raum, der in der Raumzeit fest verankert ist (vor Neneh Uananchi, 2231, auch Archimedischer Punkt). Tatsächlich befindet sich das Omikron-Objekt in Ruhe bezüglich des kosmischen Mikrowellenhintergrunds mit einer Relativgeschwindigkeit von unter einem Kilometer pro Sekunde. Da sich das Sonnensystem mit der Milchstraße in Richtung des Attraktors im Sternbild Löwe bewegt, kam es mit 580 km/s am feststehenden Uananchi-Knoten vorbei, der also nur scheinbar das Sonnensystem durchquerte.
Die Bahn des Omikron-Objekts ist sehr genau bekannt. Trotzdem wird es im Zeitalter des ÜL-Flugs nicht mehr wieder gefunden.
Entdeckt wird das Omikron-Objekt durch seine Wechselwirkung mit dem interplanetaren Wasserstoff. Er sendet beim Durchgang durch das Objekt eine Cherenkov-ähnliche Strahlung aus, allerdings im Gamma-Bereich um 500 keV. Aus dem Sternbild Löwe kommend, zieht das Objekt eine ideale Gerade unbeeinflusst durch die Gravitation der Sonne in Richtung des Wassermanns.
Wegen seiner flachen Neigung von nur 18 Grad zur Ekliptik wird es relativ früh entdeckt, bevor es die Uranusbahn erreicht. Der Saturn steht zu dieser Zeit auf der anderen Seite der Sonne. Das Objekt kommt bis auf 300 Mio. km an äußere Jupiter-Trojaner heran, wo es einige kleine Außenposten und unabhängige Basen gibt. Aber die Entfernungen im äußeren System sind sehr groß. Von den Trojanern kann kein Schiff das Objekt erreichen. Ein Kometenprospektor auf dem Weg in den Kuipergürtel (die Guangxian von Xia Bing) kann sich unter Einsatz aller Treibstoffreserven bis auf 30 Mio. km nähern. Beim Punkt größter Annäherung bleibt trotzdem eine Relativgeschwindigkeit von 270 km/s so dass sich das Objekt jede Stunde wieder um eine Million km von der Guangxian entfernt. Die Guangxian driftet anschließend mehrere Monate bis zur Neptunbahn, bevor sie aufgetankt und abgebremst werden kann.
Es gibt viele Theorien zur Natur des Omikron-Objekts. Manche Wissenschaftler halten es für ein unbekanntes makroskopisches Elementarteilchen, andere für das Produkt einer höherstehenden Zivilisation.
Richtung und Geschwindigkeit favorisieren allerdings eine exotische Theorie. Das Omikron-Objekt könnte ein sog. Uananchi-Knoten sein, ein Punkt im Raum, der in der Raumzeit fest verankert ist (vor Neneh Uananchi, 2231, auch Archimedischer Punkt). Tatsächlich befindet sich das Omikron-Objekt in Ruhe bezüglich des kosmischen Mikrowellenhintergrunds mit einer Relativgeschwindigkeit von unter einem Kilometer pro Sekunde. Da sich das Sonnensystem mit der Milchstraße in Richtung des Attraktors im Sternbild Löwe bewegt, kam es mit 580 km/s am feststehenden Uananchi-Knoten vorbei, der also nur scheinbar das Sonnensystem durchquerte.
Die Bahn des Omikron-Objekts ist sehr genau bekannt. Trotzdem wird es im Zeitalter des ÜL-Flugs nicht mehr wieder gefunden.
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