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2791 Besuch des Contour-Systemfahrzeugs bei Cobol

Das Fahrzeug ist ein Konglomerat aus Milliarden Energieblasen zwischen 1m und 10 km mit einem Gesamtvolumen von 4 Millionen Kubikkilometern. Contour-Inkarnationen und -Blasen durchstreifen den Sektor für 3 Monate. Es wird berichtet von vielen Kontakten zwischen Menschen und Contour-Wesen, von gemeinsamen Reisen, Erlebnissen, Informations- und Erfahrungsaustausch. Nach mehrtägigen spektakulären Feiern reist die Hauptmasse des Contour-Fahrzeugs ab. Energieblasen werden noch weitere 20 Jahre gesichtet. Im Solsystem sogar wesentlich länger.

Das Contour-Fahrzeug entstammt einer weiter fortgeschrittenen (galaktischen?) Zivilisation. Es befindet sich nach Aussagen der Contour-Wesen auf ständiger Kreuzfahrt. Das Fahrzeug dient als mobile Basis für Inkarnationen von Contour-Wesen. Einige Menschen lernen Ausschnitte einer phantastischen Zivilisation kennen. Einzelne dürfen Zentren der Contour-Zivilisation besuchen. Deren reale Lage wird nicht bekannt. Man nimmt an, dass die Zivilisation im Wesentlichen delokalisiert ist und aus mobilen Netzknoten besteht. Die Erfahrungen mit Reisen von Menschen mit Contour-Wesen deuten auf zeitverlustfreie Kommunikation über sehr große Distanzen hin. Dabei bleibt unklar, ob die Contour überlichtschnelle Kommunikation mit großer Reichweite beherrschen oder ob die Kommunikation über ein Netz von interstellaren Relaisketten abgewickelt wird.

Während des Besuchs wurden überall im System Myriaden mikroskopisch kleiner Energieblasen beobachtet. Die Vermutung liegt nahe, dass diese Einheiten als Datensammler das System durchdrangen. Die wenigen gesicherten Erkenntnisse über die Informationskapazität der Contour-Technik lassen vermuten, dass die Einrichtungen des Systemfahrzeugs einen vollständigen Informationsabzug der menschlichen Zivilisation von Cobol erzeugt haben. Einige Menschen, die in engem Kontakt mit Contour standen, berichten sogar von einer virtuellen Simulation der Menschheit von Cobol auf molekularer Ebene und von Begegnungen mit menschlichen Inkarnationen der Contour. Ob die Menschheit nur Studienobjekt ist oder damit auf unvorstellbare Weise zu einem Teil der Contour-Zivilisation geworden ist, bleibt Spekulation.

Trotz vieler Kontakte bleiben nur wenige greifbare Einflüsse in Kultur, Wissenschaft und Technik. Es scheint, als ob die Contour den Informationsfluss sehr genau gesteuert haben, um die Auswirkungen ihres Besuchs zu minimieren.

Das Contour Systemschiff, dass Cobol besucht, hinterlässt nicht nur im Cobol-System, sondern in mehreren bewohnten Sonnensystemen der näheren Umgebung sogenannte Bojen: milchig-weiße kugelförmige Energieblasen verschiedener Größe. Die Bojen zeigen außer gelegentlichen Ortswechseln keine Aktivität. Im Sol-System wurden bislang 14 Bojen entdeckt. Die meisten mit Durchmessern von etwa 1 bis 10 Meter. Die bekannten Bojen sind verstreut über das gesamte Sonnensystem, eine innerhalb der Merkurbahn, 2 im Mars-Erde Bereich, 8 (!) in Jupiterumlaufbahnen und eine bei Neptun. Die übrigen 2 befinden sich Leerraum weit über, bzw. unter der Ekliptik. Die Neptunboje ist mit 50 m Durchmesser bei Weitem die Größe.

Warum sich mehr als die Hälfte aller gesichteten Contour Bojen bei Jupiter befinden ist nicht bekannt. Die Contour interessieren sich anscheinend sehr stark für die Vorgänge auf Jupiter. Es ist deshalb nicht auszuschließen, dass es auf Jupiter doch Leben gibt, vielleicht sogar intelligentes Leben. Sollte tatsächlich intelligentes Leben auf Jupiter der Grund für das Interesse der Contour sein, dann befindet es sich aber noch nicht im technischen Zeitalter und macht sich noch nicht bemerkbar.

Jupiter scheint für die Contour mindestens genauso interessant zu sein, wie der gesamte Rest des Systems, mit Erde, Mond, alle anderen bewohnten Planeten und tausenden Habitaten im Raum. Das ist nicht verwunderlich, da die Oberfläche Jupiters 100 Mal größer ist als die Erde. Falls es Leben auf Jupiter geben sollte, dann ist die Vielfalt der Arten vermutlich erheblich größer, als die des Lebens von der Erde.

#Überlichtgeschwindigkeit #ElderZivilisation #virtuell #Inkarnation #delokalisiert #Besucher

http://jmp1.de/h2791

2851 Katastrophaler Zusammenstoß eines Asteroiden mit dem Planeten Begun.

Wundersame Rettung der Bevölkerung durch den Eingriff einer unbekannten Macht.

Begun wurde 60 Jahre zuvor vom Explorer-Schiff Jaipur entdeckt. Auf dem Planeten gibt es eine vorindustrielle Zivilisation. Einige Jahre später richtet das xenopologische Institut von Anawrahta (Süd-Funan auf Suvarnabhumi) einen kleinen Außenposten ein. Intelligente Völker sind generell von wissenschaftlichem Interesse. Jedes Volk bietet bereichert die xenopologische Forschung durch seine Eigenheiten.

Nach fast 20 Jahren Routinearbeit entdeckt ein anfliegendes Versorgungsschiff einen 700 km großen Asteroiden auf Kollisionskurs. Der Asteroid ist noch 10 Orbits (40 Jahre) von der Kollision entfernt, aber die automatische Trajektorienextrapolation der Schiffsysteme meldet den potentiellen Impakt. Der Fund taucht kurz in interstellaren Nachrichtendiensten auf. Aber die Kollision liegt damals noch weit in der Zukunft.

Ein Jahr vor dem Einschlag wird in einigen Medien über eine Hilfsaktion diskutiert. Die Verschiebung eines 700 km großen Himmelskörpers aus seiner Bahn innerhalb der verbleibenden Monate würde immensen Aufwand erfordern. Die Aufmerksamkeit der größeren Regionalmächte ist aber vor allem durch das Neobarbarenproblem gebunden. Übergriffe von Neobarbaren aus verschiedenen Völkern auf Zentren der interstellaren Zivilisation nehmen immer mehr zu. Angesichts dieser Bedrohung erscheint ein großer angelegter Einsatz technischer oder militärischer Kräfte nicht möglich.

Private und öffentliche Hilfsorganisationen verschiedener Völker versuchen Eingeborene zu evakuieren. Tatsächlich laufen einige Rettungsprogramme schon seit 10 Jahren. Die solare Goodwill Kampagne trägt einen großen Teil der Last. Es ist aber auch klar, dass nur ein Bruchteil der Bevölkerung evakuiert werden kann.

Gleichzeitig versuchen Schlepper den Asteroiden zu bewegen. Auch diese Aktivitäten werden vor allem durch private Organisationen getragen. Bemerkenswert ist der Einsatz kisorischer Alturisten mit 80 Schleppern, die von gemieteten Flottentendern herangebracht werden. Der Himmelskörper zeigt eine überraschend hohe Trägheit. Die Flugbahn ändert sich weniger als erwartet.

Wenige Tage vor dem Einschlag werden die Evakuierungen abgebrochen. Die Hilfskräfte ziehen sich zurück. Mehrere Millionen Bewohner konnten gerettet werden. 20 Millionen bleiben zurück. Viele waren noch nicht einmal kontaktiert und wissen nichts von ihrem Schicksal. Einige verzweifelte Aktivisten weigern sich zu gehen. Sie berichten von weißen Engeln, die Zurückgebliebene in den Himmel führen. Der Einschlag kommt wie erwartet. Er ist ein kataklysmisches Ereignis mit einer Zerstörungskraft weit jenseits der Torino Skala, eher zu vergleichen mit dem Einschlag auf der Erde bei dem der Mond geformt wurde.

Einige Tage später tauchen viele Millionen der Eingeborenen auf mehreren bewohnbaren Planeten der Umgebung auf. Schätzungen zufolge wurde fast die gesamte Bevölkerung gerettet. Wie das geschah bleibt unklar. Aufzeichnungen automatischer Kameras zeigen weiße (Energie-?)Nebel, die wie aus dem Nichts überall erscheinen und vermutlich mit den beschriebenen Engeln in Verbindung stehen. Man vermutet, dass die Nebel zu einem sehr fortschrittlichen Transportsystems einer unbekannten Macht gehören.

Auch die überraschend große Masseträgheit des Asteroiden, der sich förmlich den Anstrengungen ihn zu bewegen widersetzte, bleibt unerklärt. Es gibt Spekulationen, dass eine unbekannte Macht die Bemühungen der Schlepper sabotierte. Der Transport der gesamten Bevölkerung erscheint viel aufwändiger, als eine Ablenkung des Asteroiden. Zur Frage, warum der Zusammenstoß nicht verhindert wurde, aber dafür mit viel größerem Aufwand die Einwohner gerettet wurden, gibt es nur Spekulationen. Möglicherweise wollte diese unbekannte Macht gewährleisten, dass der Zusammenstoß stattfindet, wie von der Natur vorgesehen, rettete aber im Gegenzug die Bevölkerung.

Die weißen Nebel erinnern an die Energieblasen der Contour 60 Jahre zuvor.

Die Rettung der Beguner ist ein interstellares Medienereignis ersten Ranges.

Auf mehreren Planeten der Umgebung (solare Kolonien, kisorische Vasallen und viele andere Völker) sind Millionen heimatlose Beguner zu versorgen.

http://jmp1.de/h2851