2841 Entdeckung des leuchtenden Tempels von Demeter

Der Tempel scheint von innen heraus kalt zu glühen. Die Leuchterscheinung tritt Anfang des Jahres völlig überraschend auf und bleibt seitdem konstant. Sie wird als optischer Teil der Streustrahlung einer nur ansatzweise verstandenen Reparatureinrichtung angesehen.

Der Tempel gehört zu einer Ansammlung von Ruinen im Dschungel des südlichen Radaman Kontinents. Die wahre Funktion des sogenannten Tempels ist nicht bekannt. Das Alter der xenoarchäologischen Artefakte wird auf 50.000 Erdjahre geschätzt. Ein Großteil der Installationen ist stark verfallen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass es auf Demeter einst noch wesentlich mehr Artefakte gegeben hat, dass die meisten aber inzwischen stark verwittert dem Urwald zum Opfer gefallen sind.

Nur wenige Objekte sind noch gut erhalten. Zu dieser Gruppe gehört auch der berühmt gewordene Tempel. Der Tempel war mit anderen größeren Artefakten schon kurz nach der ersten Besiedlung Demeters 2684 bei einer Routinedurchmusterung registriert worden. Es dauerte aber 15 Jahre bis die ersten Artefakte auf Radaman von Forschern untersucht wurden.

Demeters Artefakte sind über den südlichen Teil des Radaman Kontinents verstreut. Es gibt größere Strukturen, von denen man annimmt, dass sie aus hunderten von Objekten bestehen und einige Einzelobjekte, die keiner Struktur zugeordnet werden konnten. Auf dem nördlichen Radaman und auf anderen Kontinenten existieren nur sehr wenige xenoarchäologische Objekte. Sie sind alle stark verwittert und mit bloßem Auge nicht erkennbar. Die Größe der Artefakte reicht von 3 mal 3 m bis zu 300 m Durchmesser und 50 m Höhe.

Der Tempel bildet den südlichen Scheitelpunkt einer 800 km x 1200 km durchmessenden elliptischen Anordnung von Konstruktionen ähnlicher Bauweise. Der Tempel bietet bei Nacht einen spektakulären Anblick. Er scheint von innen heraus zu leuchten und hebt sich damit weithin sichtbar vom nächtlichen Dschungel ab. Die Leuchterscheinung ist erstmals 2841 bei einem Standardscan aufgefallen und vier Wochen später von Forschern der Theophrastus Universität besucht worden.

Satellitenscans werden vom Globalen Überwachungssystem regelmäßig durchgeführt. Demeters GSS fährt täglich IR und Radar Scans. Die optische Durchmusterung bis 10 cm Auflösung geschieht wöchentlich im Tag/Nacht Wechsel. Bei der optischen Durchmusterung fallen ca. 2500 PB Daten an, die seit 2765 von der Theophrastus Universität verarbeitet werden. Im Gegenzug finanzierte das GSS eine hyperparallele KI, von der 30 % für andere Forschungsprojekte eingesetzt werden können.

Die KI benachrichtigte den GSS Autooperator über die Leuchterscheinung, der daraufhin eine automatische Hoversonde entsandte. Der Klassifikator stufte die Ergebnisse der Sonde als nicht zeitkritisch ein, so dass die Nachricht erst nach 19 Tagen einem menschlichen Operator zur Kenntnis gelangte.

Der Tempel ist das am besten erhaltene Artefakt von Demeter. Er zeigt keine Verwitterungserscheinungen. Analysen der vergangenen Jahre lassen einen passiven potentialbasierten Selbstheilungsmechanismus der Oberflächenschichten erkennen, der weit über unsere technologischen Möglichkeiten hinausgeht. Die Strahlung im sichtbaren Licht scheint eine Nebenwirkung des Selbstheilungsbetriebs zu sein.

Vor 3 Jahren entdeckten Wissenschaftler einen Fluss hochenergetischer Neutrinos in den äußeren Schichten des Baumaterials. Die Flussdichte ist über Notsob Stora Transformationen mit der Anordnung des Baumaterials korreliert. Die Teilchen, zerfallen ohne messbare Zwischenstadien und scheinen eine isotrope Emission blauer Photonen zu induzieren, die als bläulicher Schein wahrgenommen werden. Die Neutrinos werden von Wissenschaftlern als Streustrahlung des Hintergrundpotentials interpretiert.

Die Wirkmechanismen potentialbasierter Selbstheilung sind bisher nur ansatzweise theoretisch verstanden. Prinzipiell erzeugt ein konstantes Hintergrundpotential eine Kraft, die die Teilchen eines Objekts in der Gleichgewichtslage hält, bzw. diese nach Auslenkung wieder in die Gleichgewichtslage bringt. Ein zusätzlicher Dämpfungsterm entnimmt potentielle Energie und verhindert Oszillationen.

Nach heutigen Erkenntnissen gelingt es den Erbauern der Anlagen vermutlich über eine künstliche Symmetriebrechung ein Vektorpotential zu stabilisieren, dessen reale Amplitude ortsabhängig den Gravitationsvektor bereitstellt, um Materie in der gewünschten Form zu fixieren.

Man vermutet, dass die kinetische Dämpfung Energie in das Vektorpotential rückführt, dieses also effektiv Energie aus der Wechselwirkung mit der Umgebung bezieht und dabei gleichzeitig die Auswirkungen externer Einflüsse nivelliert.

Möglicherweise ist die Felderzeugung aber nicht versorgungs- oder wartungsfrei, denn bisher wurde nur dieses eine Objekt entdeckt bei dem die Anlage in Betrieb ist. Bei anderen Objekten gibt es Hinweise, dass in früherer Zeit ähnliche Anlagen aktiv waren, die aber jetzt anscheinend ausgefallen sind.

Man nimmt an, dass viele, wenn nicht alle von Demeters Artefakten einst durch einen vergleichbaren Konservierungsmechanismus geschützt waren. Im Laufe der Zeit sind die Anlagen anscheinend ausgefallen und haben ihre Bauwerke der Verwitterung preisgegeben. Nur so ist zu erklären, dass nach mehr als 50.000 Jahren einige Bauwerke noch gut erhalten sind, während andere stark verwittert oder vollständig ausgelöscht sind.

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