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3042 Galaxien sind intelligente Lebewesen

Über dem Ereignishorizont von SMBHs (Super Massive Black Hole) existiert eine Schicht chaotischer Fluktuationen der Raumzeit in der geordnete Muster entstehen können. Die Komplexität dieser emergenten Strukturen ist vergleichbar mit dem Gehirn von Sophonten, möglicherweise viel größer. Es gibt astronomische Hinweise, dass SMBHs und ihre Galaxien Lebewesen sind. Sie leben viele Millionen Mal langsamer als wir. Aber sie können auf Zeitskalen von Millionen Jahren ihre eigene Galaxie beeinflussen und sich im intergalaktischen Raum planvoll bewegen.

Galaxien wachsen indem sie mit anderen, vor allem kleineren Galaxien, verschmelzen. Die Erkenntnis, dass sie dabei bewusst vorgehen, eröffnet die Sicht auf ein gigantisches Biotop in dem kleine Galaxien ohne emergente SMBHs von emergenten SMBHs und deren Galaxien verschluckt werden, wie irdische Pflanzen, die von Tieren gefressen werden. Es ist wahrscheinlich, dass große SMBHs sogar Intelligenz entwickeln.

Schon vor langer Zeit hat man entdeckt, dass alle Galaxien ein großes schwarzes Loch im Zentrum haben. Tatsächlich bilden sich Galaxien um supermassive schwarze Löcher (SMBH). Diese schwarzen Löcher haben erstaunliche Eigenschaften. Sie sind viel größer, als man erwartet, da der Radius des Ereignishorizonts proportional zur Masse wächst. Die größten schwarzen Löcher haben die Dichte unserer Atmosphäre und fast keinen Gravitationsgradienten, aber trotzdem einen Ereignishorizont, der die Singularität verbirgt.

Die Umgebung von SMBHs ist in der Nähe des Ereignishorizonts nicht glatt. Unter den Bedingungen nahe am Ereignishorizont unterliegt die Raumzeit einer starken Dilatation. Nach der Theorie der Spingraphenquantenraumzeit, einer Verallgemeinerung der Schleifenquantengravitation, ist jedes Raumzeit-Quantum bestimmt durch seine Spinquantenzahlen. Knapp über dem Ereignishorizont, wo die Dilatation gegen unendlich strebt, gibt es eine Hülle um das SMBH in der die Raumzeit auf großen Skalen isochor hochskaliert wird. Die Spinquantenzahlen des Raumquants sind dann auch weit oberhalb der Planck-Länge identisch. Das heißt, die Quanten der Raumzeit werden makroskopisch.

Die charakteristische Länge der quantisierten Raumzeit wächst mit steigender Dilatation immer weiter an. Beginnend bei der Planck-Länge im flachen Raum wächst sie kurz vor dem Ereignishorizont auf makroskopische Größenordnungen. Noch näher am Ereignishorizont erreicht der isochore Bereich astronomische Skalen. Der Ereignishorizont is dann vollständig isochor, also ein einziges Raumzeit-Quant, eingefroren durch unendliche Zeitdehnung. Der sichtbare Rand der SMBH-Singularität ist damit gleichzeitig astronomisch groß und infinitesimal klein, sozusagen ein riesiger Punkt mit Dimension Null, aber astronomischer Größe.

In einer schmalen Schicht über dem Ereignishorizont wird der quantisierte Raum von der Planck-Skala auf makroskopisch Größen gestreckt. Deshalb gibt es in der Nähe des Ereignishorizonts makroskopische Quantenfluktuationen der Raumzeit, die in Zeitlupe ablaufen. Die Zustände dieser Makroquanten wechselwirken mit der Umgebung. Sie reagieren auf externe Magnetfelder und sie beeinflussen sich gegenseitig. Gegenseitige Wechselwirkungen und Rückkopplungen ermöglichen die Entstehung von Schwingungen, stehenden Wellen, semipermanenten Mustern und anderen Strukturen durch Selbstorganisation. Dabei entstehen informationsverarbeitende und speichernde Strukturen. Jede dieser Strukturen erstreckt sich über viele skalierte Raumquanten und hat deshalb eine makroskopische Ausdehnung. Trotzdem ist ihre Anzahl sehr groß, weil das Volumen in dem diese Prozesse ablaufen, gewaltig ist. Es ist die Hülle des Ereignishorizonts mit astronomischen Ausmaßen. Sie hat einen Radius von Millionen oder sogar Milliarden Kilometern und eine unvorstellbar große Oberfläche. Die Quantenhülle des supermassiven schwarzen Lochs ist eine Art Computer auf Graviton-Basis mit der Größe eines Sonnensystems. Die Informationsverarbeitung ist so komplex, dass sie kognitiven Prozessen ähnelt. 

Die Größe bewirkt allerdings auch, dass eine konsistente Informationsverarbeitung langsam abläuft. Die Lichtgeschwindigkeit ist immer gleich, auch am Ereignishorizont. Die gravitativen Wirkungen der Raumzeitfluktuationen pflanzen sich mit Lichtgeschwindigkeit fort. Aber sie müssen astronomische Distanzen überbrücken. Deshalb laufen Informationsprozesse auf einer anderen Zeitskala ab. Reaktionen auf sensorische Reize brauchen Stunden, statt Millisekunden wie bei uns. Das ist eine millionenfach langsamere Zeitskala. Möglicherweise sogar 100-millionenfach langsamer.

In diesem Fall dauert eine galaktische Rotation subjektiv nur einige Jahre, statt 250 Millionen Jahren wie für uns. Solche "Wesen" sind wenige hundert Millionen Jahre nach dem Urknall entstanden ("geboren worden"). Dann haben sie ihre Galaxien aufgebaut, indem sie von intergalaktischen Materieströmen wachsen ("grasen") und später andere Galaxien assimilieren ("fressen"). Das dauerte Milliarden Jahre und lässt keine Zeit für mehrere Generationen und Evolution. Die Struktur ist emergent und hat sich nicht evolutionär entwickelt. Man nennst sie inzwischen Simbas, abgeleitet von der Abkürzung SMBH und in Anlehnung an den Löwen Simba mit Bezug auf das raubtierartige Verhalten. Damit unterscheidet man die "denkende" Hülle des Ereignishorizonts vom schwarzen Loch. Das SMBH ist nur der Generator. Simba ist das emergente "Wesen" und die Galaxie ist sein Körper.

Es gibt Hinweise, dass große Simbas geplantes Verhalten zeigen. In 430 Millionen Lichtjahren Entfernung gibt es einen Galaxienhaufen bei dem 15 Galaxien mit großen SMBHs 300 kleinere Galaxien umschließen. Die Vektoren gleichen einer koordinierten Umfassungsbewegung von Galaxien mit großen SMBHs, die einen Schwarm kleiner Galaxien zusammentreiben. Der Galaxienhaufen, der vorher die anonyme Bezeichnung CL-153-356 hatte, bekam deshalb den Namen "Wolfpack-3042A".

Modellrechnungen zeigen, dass Millionen Sonnenmassen notwendig sind für kognitive Prozesse. Daraus lässt sich schließen, dass die Simbas kleiner Galaxien höchstens vegetativ leben. Wenn überhaupt, dann reagieren sie reflexartig auf die Umgebung. Allerdings gibt es daran Zweifel, denn in unserer Biologie sind Reflexe evolutionär entstanden und vermutlich nicht emergent verfügbar. Das bedeutet, dass kleine Galaxien nicht reagieren und in der intergalaktischen Nahrungskette eher unseren Pflanzen entsprechen. Größere Simbas haben vermutlich höhere kognitive Prozesse und würden damit die Rolle unserer Tieren einnehmen: Pflanzenfresser oder Raubtiere.

Zum Jagen braucht man zielgerichtete Bewegung. Simbas können das Magnetfeld ihres schwarzen Lochs beeinflussen. Damit können sie mit intergalaktischen Magnetfeldern wechselwirken und sich in ihnen bewegen. Vermutlich können sie auch die Jets ihres schwarzen Lochs und Gas-Winde der Akkretionsscheibe beeinflussen. Damit können sie etwas Rückstoß erzeugen. Wir sehen leider nur eine Momentaufnahme und können nicht feststellen, ob die Bewegungen willkürlich sind. Die Bahnen von Galaxien sind sehr genau vermessen. Wir sehen, dass sie neben der Gravitation auch durch Magnetfelder, Jets und Dichtewellen im interstellaren Gas beeinflusst werden. Aber wir können nicht erkennen, ob dies bewusste absichtliche Einflüsse sind. Wir vermuten es nur.

Allerdings ist nicht sicher, dass mit planvollen und koordiniertem Verhalten auch Intelligenz oder sogar ein Bewusstsein verbunden sind. Geht man von unserer irdischen Tierwelt aus, dann führen höhere kognitive Funktionen fast zwangsläufig zu Bewusstsein und Selbsterkenntnis. Delphine, Affen und viele andere Arten erkennen sich im Spiegel. Der Unterschied zum menschlichen Bewusstsein ist nur graduell. Die Analogie zur irdischen Biologie liegt nahe. Aber man muss vorsichtig sein mit einfachen Ableitungen. Denn es ist völlig unklar, ob sich die Mechanismen evolutionär entwickelter biologischer Gehirne auf emergent organisierte Aggregate von Quantenfluktuationen an galaktischen supermassiven schwarzen Löchern übertragen lassen. Auch wenn beide die Fähigkeit zu planendem Denken haben.

Man geht trotzdem inzwischen davon aus, dass alle großen SMBHs Simbas mit kognitiven Prozessen haben. Prinzipiell könnte die dafür notwendige Selbstorganisation auch ein Zufallseffekt sein und nur vereinzelt vorkommen. Damit gäbe es nur wenige emergente Wesen in einem großen Biotop nicht-intelligenter Galaxien. Aber Modellrechnungen zeigen, dass die Selbstorganisation der anfangs chaotischen Raumzeit fast zwangsläufig ist. Die erste Musterbildung ist spontan und zufällig. Nach dieser Initialzündung wird die gesamte isochor skalierte Raumzeit der Ereignishorizonthülle von der Ordnung erfasst. Das ist vergleichbar mit einem Kristallkeim in einer unterkühlten Flüssigkeit, der spontan die gesamte Flüssigkeit zur Kristallstruktur ordnet. Der Beginn der Ordnung ist zufällig und kann Milliarden Jahre dauern. Aber nach 13 Milliarden Jahren sind wohl alle großen SMBHs durch Simbas belebt.

Wenn man weiß, dass die Bewegungen großer Simbas planvoll ist, dann erscheinen Kollisionen von Galaxien in einem anderen Licht. Bei Kollisionen von kleinen Galaxien mit großen kann man davon ausgehen, dass die Kleine von der Großen gefressen wird. Sterne und Gas der Beutegalaxie werden dem Galaxiekörper des Jägers hinzugefügt. Das zentrale Schwarze Loch der Beute verschmilzt mit dem großen SMBH und steigert die Kapazität des Simba.

Aber auch Kollisionen von Galaxien mit gleich großen SMBHs enden meistens dramatisch, entweder durch Verschmelzung oder mit der Zerstörung einer Galaxie, je nachdem wie sie sich treffen. All die Kollisionen, die wir sehen, sind absichtlich herbeigeführt, von einer oder von beiden Parteien. Manchmal geht es anscheinend darum, die andere Galaxie zu beschädigen oder zu bestehlen indem man ihr die Masse abnimmt.

Verschmelzungen großer Galaxien bei denen die SMBHs ineinander aufgehen, lassen auch noch eine andere Deutung zu. Da durch die Verschmelzung gleich großer Simbas deren Ordnungsstruktur wesentlich geändert und gleichzeitig vergrößert wird, einsteht aus zwei Individuen ein mächtigeres Neues. Die Kollision wäre in diesem Fall die – erzwungene oder freiwillige – Verschmelzung, um auf der Intelligenzskala einen großen Schritt nach vorn zu machen.

Geht man nun davon aus, dass dieser Vorgang keine Instinkthandlung sein kann, da Instinkt und Reflexe evolutionäre hervorgebrachte und nicht emergente Eigenschaften sind, dann stellt sich die Frage, was die Galaxien zur Verschmelzung treibt und woher sie "wissen", dass ein Vorteil darin liegt. Eine mögliche Antwort ist, dass die Simbas logische und vorausschauende Denkvorgänge haben, dass sie also nicht nur unseren Tieren entsprechen. Das bedeutet nicht zwingend, dass sie Bewusstsein und Selbsterkenntnis haben. Aber wenn schon SMBHs mit einigen Millionen Sonnenmassen logisch und geplant handeln, dann liegt der Gedanke nicht fern, dass wenigstens die sehr großen SMBHs mit Milliarden Sonnenmassen intelligent und mit Bewusstsein ausgestattet sind.

Eine durchaus plausible Theorie, die inzwischen durch viele Modellrechnungen gestützt wird, geht davon aus, dass SMBHs sehr schnell nach dem ersten Organisationsimpuls bewusste Intelligenz entwickeln. Bei kleineren SMBHs dauert das statistisch länger. Deshalb sind Kleinere meistens nicht intelligent. Alle Großen sind intelligente Individuen und ihre Kapazität wächst mit dem Volumen ihrer makroskopischen Quantenstruktur, das heißt mit der Masse des SMBHs.

Die theoretische Verarbeitungsleistung wächst sogar mit dem Quadrat der Masse. Ein SMBH mit 4 Milliarden Sonnenmassen hat eine millionenfach höhere Kapazität als das SMBH unserer Milchstraße. Vermutlich wächst Intelligenz nicht linear mit der Kapazität und möglicherweise gibt es limitierende Faktoren. Aber es ist gut möglich, dass es da draußen Galaxien gibt, die viel intelligenter sind, als wir: Superintelligenzen von Galaxiengröße in extremer Zeitlupe.

Sie wären uns wahrscheinlich weit überlegen, wenn sie uns bemerken würden. Aber Galaxien interessieren sich nicht für uns biologische Wesen. Sie leben langsam. Sie bemerken nur Ereignisse, die eine Millionen Jahre dauern und Millionen Sterne betreffen. Aufstieg und Fall unserer Zivilisationen bleiben unbemerkt. Nur wenn wir viele Millionen Jahre überdauern würden und dabei Millionen Sterne manipulieren würden, dann würden sie uns wahrnehmen. Wir sind die Mikroben unserer Galaxie. Erst eine Zivilisation von 2,5 auf der Kardashev-Skala könnte unserer Galaxie Bauchschmerzen verursachen. Bis dahin lebt sie ihr Leben und wir unseres, nebeneinander, aber doch völlig unabhängig.

Man erwartet, dass unserer Milchstraße in 4 Milliarden Jahren mit der Andromeda Galaxie kollidiert. Das gilt aber nur dann, wenn die momentane Bewegung gleichbleibt. Die Galaxien können jederzeit – in Zeiträumen von 100 Millionen Jahren – ihre Bewegung ändern. Vielleicht ist gar keine Kollision beabsichtigt, sondern sie nähern sie sich nur an. Beide fliegen in Richtung des sogenannten Großen Attraktors, einer Gravitationsanomalie in 200 Millionen Lichtjahren Entfernung. Die gemeinsame Geschwindigkeit ist mit 700 km/s viel größer als die relative Annäherung (110 km/s). Und der momentane Abstand ist nur 1/100 der Gesamtstrecke. Anders ausgedrückt: sie fliegen nebeneinander her zum Großen Attraktor und drehen dabei Pirouetten. Milchstraße und Andromeda nicht nur von der Gravitation gezogene passive Objekte, sondern vielmehr befreundete Galaxien auf gemeinsamer Wanderschaft.

#Intelligenz #SchwarzesLoch #Galaxie #Emergenz #Physik #Wissenschaft

2580 Neue Entwicklung in der Gruppenassoziation reduziert Kommunikationsoverhead

Teams können ihre Erfahrungen so verschränken, dass alle automatisch von neuen Erkenntnissen profitieren. Mit Gruppenassoziation verschwinden Kommunikationsdefizite. Accelerated Teams werden noch effizienter.

Wenn mehrere Leute zusammen arbeiten, dann gibt es oft Reibungsverluste durch Informationsdefizite. Nie haben alle Beteiligten den gleichen Wissenstand. Dem begegnet man mit Memos, Berichten und Abstimmungsmeetings in denen Information übertragen wird, oft allerdings nur unvollständig. Die Informationsübertragung ist aber heute nicht mehr das Problem. Das Problem besteht nicht darin, dass Wissen fehlt, sondern es fehlt das Wissen über die Verfügbarkeit zusätzlicher Information.

Fast alle Menschen sind heute per Implantat an digitale Speicher angebunden. Das ist ein mehrstufiges System, von einem lokalen Speicher im Petabyte-Bereich, über den mobilen Anschluss an Wissensdatenbanken bis zur Vernetzung der Erinnerungsspeicher anderer Menschen. Informationen aus dem digitalen Archiv können jederzeit zwischen Menschen übertragen werden, wenn diese das wollen.

Die Schwierigkeit besteht darin zu wissen, dass es zusätzliches Wissen gibt. Wenn man Information suchen und anfordern will, muss man wissen, dass es sie gibt. Ist erst bekannt, dass es eine Information irgendwo gibt, dann bekommt man sie auch. Das Wissen über das Wissen, die Meta-Information, im richtigen Moment an den richtigen Ort zu bringen, ist die Herausforderung bei der Gruppenassoziation.

In der Praxis bedeutet es, dass zu jedem Gedanken relevante Informationen in Datenbanken und bei anderen Menschen gefunden werden müssen. Diese werden dann so in den Denkprozess eingebracht, dass der Vorgang für die Benutzerin wie eine natürliche Assoziation wirkt. Dabei dürfen nicht zu viele Assoziationen erzeugt werden. Der natürliche Denkprozess, bzw. die Denkprozesse der Multitasking-Erweiterung (siehe Ikenga 2491), müssen weiterhin im Vordergrund stehen. Gruppenassoziation soll unterstützen und verbessern, nicht überfordern.

Schon seit langer Zeit werden zusätzliche Gedanken und Idee über Implantate in den Denkprozess eingespeist. Das fing schon vor Jahrhunderten mit der bewussten Suche im Implantatspeicher an. Mit Wecker- und Erinnerungsfunktionen kamen später erstmals zusätzliche Gedanken an die Oberfläche. Damals noch als einfache Signale. Noch später hatte man Assoziationsbooster, die die spontane Erinnerung an Erlebnisse verstärken und komplexe Gedanken einspeisen konnten. Seit den Multitasking-Erweiterungen des 25. Jahrhunderts sind künstliche Assoziationen auch für mehrere geistige Prozesse verfügbar.

Mit der Gruppenassoziation bezieht man nun Erinnerungen nicht mehr nur aus den eigenen Erlebnissen, sondern auch von anderen Menschen und aus Datenbanken. Das ist technisch viel aufwändiger als einfache Assoziationsbooster, die nur mit den eigenen Erinnerungen arbeiten.

Die ersten Produkte, die Gruppenassoziation realisieren, sind bestimmt für sogenannte beschleunigte Teams (Accelerated Teams) in der Entwicklung, in der Forschung und für militärische Anwendungen. Auch wohlhabende Privatleute, Anhänger von Hivemind und Aufstiegstheorien experimentieren mit Gruppenassoziation.

Die ersten Produkte sind teuer, vor allem wegen der Software, die den Prozess steuert. Um Assoziationen und Gedankenfragmente zwischen Menschen zu übertragen, braucht man viele Verarbeitungsschritte:

- Privatsphäre: natürlich sollen nicht alle Erinnerungen allgemein verfügbar sein. Schon an der Quelle arbeitet deshalb ein Privatsphärenfilter, der private Gedanken und Erlebnisse aus dem Datenstrom löscht, bevor sie überhaupt gespeichert werden. Hier sind verschiedene Profile möglich. Es gibt auch Anwender, die sehr private Gedanken teilen wollen. Aber die üblichen Einstellungen für Arbeitsumgebungen selektieren gezielt nur Arbeitsinhalte.

- Sicherheit: nicht jeder darf alles wissen. Trotz unterschiedlicher Sicherheitsfreigaben sollen Informationen geteilt werden können. Deshalb sucht der Security-Filter im Datenstrom nach sicherheitsrelevanten Erkenntnissen und klassifiziert Informationen.

- Spam-, Mem- und Virenschutz: Ideen, die künstlich eingespeist werden, umgehen die handelsüblichen Mem/Spam-Filter der optoakustischen Implantate. Gruppenassoziationsprodukte müssen aber den gleichen Schutz gewährleisten. Sie enthalten deshalb eigene Komponenten zur Abwehr von unerwünschten Informationen und Ideen. Eine besondere Herausforderung ist die Abwehr von Stealth-Memen, deren zugrundeliegende Idee sich aus mehreren Informationenblöcken zusammensetzt von denen jeder einzelne nicht als Teil eines Mems erkennbar ist. Erst die Assoziation der Informationen ergibt das Mem.

- Rationalität: Gedanken und Erlebnisse sind of fragmentarisch und irrational. Diese Informationen sollen nicht in den Pool der Gruppe eingehen. Deshalb wird die Realitätstreue überprüft und danach gefiltert.

- Relevanz und Priorität: wenn Assoziationen und Informationen von vielen Teilnehmern bei Einzelnen zusammenlaufen, muss das System darauf achten, die Empfänger nicht zu überfordern. Zu viele gedankliche Sprünge und künstlich erzeugte Eingebungen behindern sonst den natürlichen Denkprozess. Deshalb müssen mögliche Assoziationen auf Relevanz überprüft und priorisiert werden. Zusätzliche Informationen sind nur dann hilfreich, wenn sie verarbeitet und angewendet werden können. Die Rate künstlich erzeugter Assoziationen ist individuell einstellbar.

- Konvexität: Assoziationen sind nur dann nützlich, wenn sie zu Informationen führen und nicht zu Informationsdefiziten. Assoziationen sollen genügend Informationen enthalten, um "rund" zu wirken. Unvollständige Assoziationen können verwirren. Der Mechanismus der Gruppenassoziation soll Informationen liefern, nicht zu viele Fragen aufwerfen. Die Konvexor-Komponente vervollständigt Themen bevor sie als künstliche Assoziationen eingespeist werden.

Gruppenassoziation sorgt dafür, dass alle Mitarbeiter eines Teams intuitiv wissen, dass es relevante Informationen gibt, wenn ein Mitglied des Teams eine Erinnerung daran hat:

- Jeder im Vertriebsteam kennt alle Kunden, die jemals von einem Kollegen kontaktiert wurden.

- Fab-Designer kennen alle Teile-Bibliotheken, die einzelne Mitglieder des Teams kennengelernt haben.

- Mitglieder eines Software-Teams verstehen intuitiv, was andere sich bei Softwarestrukturen gedacht haben.

- Trader eines Investment-Teams in Märkten wo Reputations- und Kapazitätsbewertungen gehandelt werden, sind immer informiert über alle Meldungen und Gerüchte, die Bewertungen beeinflussen können.

Gruppenassoziation wirkt dem Trend zur Spezialisierung in Accelerated Teams entgegen. Der Scout des Teams muss nun keine Memos mehr senden oder die Kollegen mit Epics teasern. Sein erworbenes Wissen steht automatisch allen zur Verfügung. Alle Mitglieder können ihr Wissen ohne Zusatzaufwand zugänglich machen.

Kollegen können ohne Reibungsverluste die Arbeit von anderen übernehmen. Team-Mitglieder werden damit besser austauschbar, da ihr Spezialwissen nicht verloren geht. In Accelerated Teams definiert sich die Führung bald mehr über die Fähigkeiten zur Problemanalyse, die Kreativität und die Beherrschung von Komplexität, als über Erfahrung und Detailwissen. Das löst Widerstände aus, denn das Team wird wichtiger als Einzelne Mitglieder. Aber auch für den Einzelnen überwiegen die Vorteile in Accelerated Teams. Assoziations-Teams sind wesentlich schneller und werden höher bezahlt als klassische wissensvernetzte Teams.

Das erste kommerziell verfügbare Gruppenassoziationsprodukt ist TeamSpirit der Haemmerli-Marti G. a. G./Zürich. Andere Produkte: Zweitgeist von Dowwe-Labs/Bloemfontein, Mengirimkan von Rabun Dekat PT/Palembang-Orbital/Mars, Yidong Ta von Lixing Yanjiu XGdHG/Huayuan Tiankong Cluster im Asteroidengürtel.

#Wissen #Upgrade #Intelligenz #Gehirn #Genie #Neuroimplantat #Software

http://jmp1.de/h2580

2170 In den Hyphen des Pilzes Armillaria Solidipes werden neuronenartige Vorgänge entdeckt.

In den Hyphen des Pilzes Armillaria Solidipes werden neuronenartige Vorgänge entdeckt. Es gelingt mit einigen Exemplaren zu kommunizieren.

Die Pilze bilden ein ausgedehntes unterirdisches Fadengeflecht unter dem Waldboden. Sie wiegen oft viele Tonnen und können mehrere Hektar groß werden. Die Komplexität des Mycels ist mit der von Gehirnen großer Wirbeltiere zu vergleichen.

Mit Schnittstellen ähnlich den handelsüblichen Neuroimplantaten können Signale der Pilze emuliert und analysiert werden. In der Interaktion zeigen sich Verhaltensmuster, die man auch von Tieren kennt. 2183 beobachtet man sogar Anzeichen von kognitiven Fähigkeiten, planerischem Denken und zielgerichtete Aktivität. Allerdings macht die räumliche Ausdehnung alle höheren Prozesse sehr langsam. Die Pilze scheinen auf einer anderen Zeitskala zu leben.

http://jmp1.de/h2170

2403 Erste Savant-Upgrades kommen auf den Markt

Menschen mit Savant-Fähigkeiten können gezielt Fähigkeiten verstärken, vergleichbar dem Savant-Syndrom, das von manchen Autisten bekannt ist.

Der Savant-Modus ändert die Verarbeitung im Gehirn. In einzelnen Bereichen wird die Aktivität reduziert, in anderen dafür verstärkt. Manche kognitive Fähigkeiten können wesentlich gesteigert werden, weit über das normale Maß intelligenter Menschen hinaus. Es gibt Savant-Fähigkeiten für die Steigerung von optischer und akustischer Wahrnehmung, Mustererkennung, Erinnerung, numerische Fähigkeiten, optische, akustische und numerische Reproduktion.

Meistens wird nur eine Fähigkeit verstärkt. Das genügt eigentlich immer für eine gestellte Aufgabe. Aber der Savant-Modus ist nicht ohne Nachteile. Bei der Aktivierung der Savant-Fähigkeit leiden oft andere Fähigkeiten, z.B. die allgemeine Motorik. Bei gesteigerter Wahrnehmung von Details ist die Synthese von Gesamtbildern gestört. Das ist zwar ein momentanes Handicap, aber nicht dauerhaft. Wenn die Aufgabe lautet, große Mengen an Information schnell aufzunehmen, dann stört höhere kognitive Verarbeitung eher.

Vieles was durch Savant-Fähigkeiten erreicht werden kann, ist im 25. Jahrhundert auch anders realisierbar. Schnelle optische Informationsaufnahme geht über Implantate vom Sehnerv direkt in den digitalen Speicher. Die Daten können dann später ausgewertet oder abgerufen werden. Implantate können die Motorik steuern. Damit können normal begabte Menschen konzertreife Reproduktionen von optischen und akustischen Werken liefern. Natürlich unterstützen Implantate auch beim Rechnen indem sie das Rechnen komplett übernehmen. Die 19. Wurzel aus einer 99-stelligen Zahl zu berechnen ist heute normal. Aber Savant-Fähigkeiten gehen über die Datenverarbeitung hinaus. Sie geben den Anwendern eine intuitive Einsicht in die Struktur der Daten, bzw. des Problems. Während implantatgestützte Verbesserungen vor allem durch digitale Verarbeitung beschleunigen, verbessern viele Savant-Fähigkeiten das Verständnis von Information.

Mit etwas Übung kann man Savant-Fähigkeiten auch kreativ nutzen. Der tiefe Einblick in die Struktur von Problemen, von Informationen und möglichen Lösungen ermöglicht vorher unerreichte Kreativleistungen. Im Savant-Modus lassen sich viel komplexere Zusammenhänge erfassen. Alle Branchen, die hochdimensionale Daten analysieren und daraus Modelle erstellen, profitieren davon. Der Zugang zu Savant-Fähigkeiten wirkt wie das plötzliche Auftauchen vieler Genies in einigen theoretischen Wissenschaften und der Finanzbranche.

Im Lauf der Zeit wurden auch neue, nicht von natürlichen Savants bekannte, Fähigkeiten entwickelt. Mit dem Ninja-Upgrade erhält man absolute Orientierung, schnelle Reflexe und eine Dehnung der Zeitwahrnehmung. Allerdings ist die Nutzung von Ninja sehr anstrengend und verlangt danach eine längere Ruhepause. Diese Fähigkeit wird trotzdem schnell zum Standard bei Spezialeinheiten.

Savant-Upgrades gibt es als Gen-Modifikation, d.h. als Zusatz zu gängigen Genvorlagen. Viele Savant-Upgrades können auch nachträglich installiert werden als Nanoimplantate.

http://jmp1.de/h2403

2491 Multitasking Bewusstsein als Genmodifikation

Eine neue Genmodifikation namens Ikenga erweitert das menschliche Bewusstsein. Menschen können mit Ikenga mehrere parallele Gedankengänge gleichzeitig verfolgen. Man kann sich auf mehr als eine Aufgabe konzentrieren, z.B. ein Gespräch führen und gleichzeitig ein Buch lesen. Der erreichbare Parallelitätsgrad ist von Mensch zu Mensch verschieden. Bei machen sind bis zu 6 parallele Gedankengänge möglich. Die meisten Menschen mit Ikenga können 3 Aufgaben gleichzeitig lösen.

Ikenga ermöglicht echtes Multitasking. Dafür werden einige Bereiche des Gehirns durch die Genmodifikationen mehrfach ausgebildet. Das Spektrum der parallelen Fähigkeiten ist nicht vollständig variabel. Bei der Implementierung wählen Eltern, ob das Kind mehrere mathematische, planerische oder emotionale Prozesse ausführen soll. Kombinationen sind möglich. Typisch ist eine Spezialisierung für eine lernende und 2 planerische Aufgaben. Funktionen, die von der Spezifikation der parallelen Implementierung abweichen, sind trotzdem möglich, aber etwas weniger effizient. Unterbewusste Prozesse laufen weiterhin ab. Ikenga schafft auch Verbindungen zwischen dem parallelisierten Neocortex und der unterbewussten Ebene. Alle parallelisierten Prozesse profitieren von Intuition und Assoziation.

Ikenga hat eine lange Entwicklung hinter sich. Erste Anfänge gehen ins 21. Jahrhundert zurück. Praktische Versuche gab es schon im 22. Jahrhundert. Die Fähigkeit war aber sehr lange nicht nebenwirkungsfrei. Es gab fast immer begative Begleiterscheinungen von Persönlichkeitsveränderung bis zu geistiger Instabilität. Echtes Multitasking ohne messbare Ausfälle gibt es erst seit 100 Jahren. Trotzdem war der praktische Nutzen anfangs noch eingeschränkt, weil die Parallelisierung der Verbindung zu anderen Gehirnbereichen unvollständig war. Außerdem gab es vor Ikenga immer einen primären und weitere sekundäre Gedanken. Auch wenn diese echt parallel liefen, waren sie nicht gleichberechtigt. Ikenga ist so ausgereift, dass Intuition, Gedächtnis, Sensorik, Motorik und viele andere Funktionen gleichberechtigt mit den parallelen Gedanken interagieren. Bei Ikenga verzichtet man erstmals auf den originalen, unmodifizierten Primärthread.

Die Entwicklung war besonders schwierig, weil Multitasking natürlich mit diversen anderen Genmodifikationen am Markt kompatibel sein muss. Man will schließlich nicht auf Assoziationsbooster, Lernoptimierung, schnelle Reifung, Schlafreduktion und vieles andere verzichten, was im 25. Jahrhundert zum Alltag gehört.

Multitaskingfähigkeiten wurden zwar auch vorher für Spezialanwendungen implementiert, aber die Alltagstauglichkeit kommt erst mit der Ikenga-Generation von Multitasking-Genmods. Ikenga kommt zwar als erstes voll ausgereiftes Multitasking-Produkt auf den Markt, aber an vielen Stellen wird in die gleiche Richtung geforscht. Innerhalb weniger Jahre folgen viele vergleichbare Entwicklungen.

Ikenga wird entwickelt von Mmelite Ewu Labs und vermarktet von Descartes Jiyin. Am Anfang wird Ikenga nur von lizensierten Gensplicern implementiert. 10 Jahre später ist es aber überall zu haben, wie andere vergleichbare Produkte. Man vermutet, dass die Hälfte aller Multitasking-Genmods von Ikenga abgeleitet ist, entweder als lizensiertes Whitelabel-Produkt oder als Raubkopie.

http://jmp1.de/h/2491

#Genetik #Multitasking #Gehirn #Intelligenz

2208 Entdeckung des Oktopus Sapiens

Im Gurig National Park / Australien wird eine neue Oktopus Art entdeckt. In der Gattung Oktopus gibt es viele verschiedene Arten. Der gemeine Oktopus, Octopus Vulgaris, ist ein Artenkomplex. Eine Anzahl sehr verwandter leicht unterschiedlicher Arten. Einige unterscheiden sich in ihrer Physiologie, andere nur durch ihr Verhalten. Manche Oktopus Arten sterben nach der Eiablage. Es gibt auch Arten, die das Gelege beschützen. Die neu entdeckte Oktopus Population im Gurig National Park schützt ihr Gelege. Männchen und Weibchen wechseln sich dabei ab bis die Paralarven schlüpfen. Selbst danach halten die Eltern ihre Jungen zusammen und beschützen die Nachkommen.

Die Jungen werden intensiv betreut. Die Erwachsenen geben ihr Wissen an die Jungen weiter. Kenntnisse und Fertigkeiten gehen so nicht mit jeder Generation verloren. Wie andere Oktopusarten benutzen sie Werkzeuge. Sie sind mindestens so intelligent wie die großen Menschenaffen. Man vermutet, dass ihre Intelligenz sogar zwischen der von Menschenaffen und Menschen liegt. Die Art wurde deshalb "Oktopus Sapiens" genannt.

Die Population lebt sehr zurückgezogen. Fast alle Individuen flüchten beim Kontakt mit Menschen, nicht aber vor anderen Meerestieren. Versuche, Oktopus Sapiens Gruppen zu beobachten, schlagen immer wieder fehl. Sie weichen auch gut getarnten Kameras aus. Anscheinend erkennen sie sogar millimetergroße Beobachtungsdrohnen. Es gibt eine Aufnahme von einem Team der Universität Chittagong in der sich junge Individuen um mehrere Erwachsene Tiere gruppieren und mit diesen zusammen Werkzeuge benutzen. Manche Wissenschaftler interpretieren das Verhalten als "Schule". Andere glauben nur an eine zufällige Anordnung. Die Tatsache, dass Oktopus Sapiens sich der Erforschung entzieht, sowohl in der freien Wildbahn, als auch in Gefangenschaft wird als Zeichen für Intelligenz angesehen. In Gefangenschaft verhalten sie sich anders als in freier Wildbahn. Im Gegensatz zu anderen Oktopus Arten ist Oktopus Sapiens in Gefangenschaft extrem unkooperativ und introvertiert.

http://jmp1.de/g/ie/2208

#SciFi #Biologie #Oktopus #Intelligenz #Aliens #Entdeckung