2475 Autoimmun-Mem Ausbruch in Geelong/Australien

Ein toxisches Mem verbreitet sich in Südaustralien (New South Wales). Die Infektion wird ausgelöst durch die Khulapana-Memgruppe. Infizierte schalten Memfilter ihrer Implantate ab und öffnen sich für neue Ideen. Die Memgruppe propagiert eine Philosophie der Offenheit und des unkritischen Umgangs mit Ideen. Die übliche elektronische Filterung wird als schädlich und unnatürlich angesehen.Es gibt starke missionierende Elemente. Betroffene sind davon überzeugt, dass sich viele Probleme lösen lassen indem Menschen aufeinander zugehen und die Überzeugungen des jeweils anderen übernehmen. Der missionierende Charakter sorgt für eine rasche Ausbreitung. Betroffen sind vor allem indisch dominierte Stadtviertel von New South Wales im Warrnambool / Geelong / Melbourne Megaplex.

Direkte Folgen der Infektion ist eine leichte Desorientiertheit aufgrund der oft wiederstreitenden Gedanken, Ideen und Theorien, die verarbeitet werden müssen. Die indirekten Folgen sind wesentlich gravierender.

Da sich die Memgruppe aktiv gegen technische Schutzmaßnahmen richtet und Betroffene ihre Memfilter abschalten, fehlt die Abwehr gegen andere unabhängige Meme in der freien Wildbahn.

Zu jeder Zeit sind starke Meme im Umlauf. Viele sind Werbebotschaften, die in allen möglichen Formen erscheinen, von simplen Ohrwürmern bis zu Fandom-induzierenden Themen. Es gibt politische Memgruppen, die mit Hilfsmemen arbeiten, z.B. Verschwörungstheorien, moralische Überlegenheit, ethnischen/tribal-Elemente, Diffamierungs- und Angstkampagnen. Zusätzlich gibt es eine bunte Vielfalt überzeugender Ideen von künstlichen Religionen und Sekten bis zu Urban Legends, die eigentlich harmlos sind, aber über den "Wahrer Kern"-Mechanismus doch Überzeugungen beeinflussen können oder zumindest andere Meme stabilisieren.

Unzählige Meme sind Überreste vergangener Kampagnen, die immer noch im Umlauf sind. Viele sind im Lauf der Zeit mutiert, haben sich von der ursprünglichen Funktion entfernt, sind selbständig geworden oder gedeihen in Symbiose mit anderen Memen. Vielfalt und Stärke der Ideen, die im 25. Jahrhundert auf Menschen in vernetzten augmentierten Umgebungen einstürzen, sind vielfach höher als vor der Zeit wissenschaftlich fundierter Memetik und industriellen Memdesigns. All diesen Memen sind Khulapana Opfer nahezu schutzlos ausgesetzt. Die physischen Folgen sind sehr unterschiedlich, abhängig davon, welche Meme sich aufgrund des fehlenden Schutzes einnisten können.

Die Infektion breitet sich über mehrere Monate schnell aus und wird dann im Lauf der nächsten 5 Jahre eingedämmt. Hunderttausende Betroffene werden behandelt. Sie durchlaufen psychische Dekontamination und Rehabilitationsmaßnahmen. Die Anamnese ist aber oft schwierig. Hilfsmeme von Khulapana versuchen eine Aufdeckung der Infektion zu verhindern und die sichtbaren Symptome unterscheiden sich, je nachdem welche Meme auf der Khulapana Infektion mitreiten. Deshalb sind Autoimmun-Meme so gefährlich.

http://jmp1.de/h/2475

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen