3359 Survivalisten in Not

Das Sonnensystem ist hochentwickelt und industrialisiert. Alle Himmelskörper innerhalb der Neptunbahn wurden inzwischen besucht. Die meisten von automatischen Prospektoren und viele sogar von Sophonten, Bios oder Mechs. Die Menschheit des Sonnensystems hatte dafür tausend Jahre Zeit. Auch im Edgeworth-Kuiper Gürtel ist schon ein Großteil der Kometen von Sonden untersucht worden. Im erweiterten Kuiper Gürtel, bei großen Exzentrizitäten und abseits der Ekliptik (in der sogenannten Scattered Disk), nimmt der Anteil der bekannten Objekte dann aber doch stark ab. Dort, in einer Region, die allmählich in die Oort'sche Wolke übergeht, gibt es unzählige Kometen, die noch niemand je besucht hat.

Langsam dringt die Zivilisation auch in diesen Bereich vor. Aber das Sonnensystem ist dort so groß, dass der Prozess noch Jahrtausende dauern wird. Solange ist der äußerste Teil des Sonnensystems noch ein unbekanntes Land. Und immer wieder ist diese Region auch für überraschende Entdeckungen gut.

Im äußersten System gibt es neben erstaunlichen Naturphänomenen, Verstecken von Survivalisten und Kolonien von Fremdvölkern auch unzählige technische Artefakte, die im Lauf von Jahrmillionen ihren Weg ins Sonnensystem gefunden haben oder dort hinterlassen wurden.

Im Jahr 3359 wird die Sonde von Hankokugurahamu und ihr Dateninhalt im inneren System bekannt. Die Sonde ist ca. 14.000 Jahre alt. Sie stammt von einer Expedition des (kisorischen) goldenen Reiches. Sie wurde damals in einem exzentrischen solaren Orbit hinterlassen. Und sie enthält einen Datenkern mit einer Dokumentation der damaligen Ereignisse. Sie ist ein einzigartiges Zeugnis der Geschichte des Sonnensystems. Die Sonde bietet einen seltenen Einblick in das goldene Reich und in die Beziehungen zwischen Menschen und Kisori in einer lange vergangenen, aber historisch relevanten Zeit.

Tatsächlich wurde die Sonde schon mehr als 500 Jahre früher von Survivalisten entdeckt, im Jahr 2901. Aber die Survivalistenfraktion, die sich damals auf einem Kometen ansiedelte und die Sonde entdeckte, gab die Entdeckung nicht bekannt. Die Survivalisten zogen sich schließlich absichtlich aus der Zivilisation zurück in die Dunkelheit des äußersten Systems, um nicht entdeckt zu werden. Sie wollen ihre Familien in Sicherheit bringen vor der dramatischen Entwicklung der Sicherheitslage in der Mitte des 29. Jahrhunderts. Und die Besetzung des Sonnensystems ab 2899 mit der darauffolgenden jahrhundertelangen Fremdherrschaft gab ihnen Recht.

Mitte des 29. Jahrhundert beschleunigte sich der wirtschaftliche Niedergang des lokalen interstellaren Sektors ab. Davon war auch das Solsystem betroffen. Die Handelsrouten wurden unsicher und einige zivilisierte System wurden von Außenseitern überfallen. Mit der Plünderung von 2853 im äußeren Sonnensystem kam die Krise auch im Solsystem an. Die Plünderung veranlasste viele Gruppen und Fraktionen, die hochentwickelten Bereiche des Systems zu verlassen, um ein einfaches, aber sichereres Leben im äußersten System zu führen. Die Plünderung hatte im äußeren System stattgefunden, insbesondere beim Saturn, seinen Monden und zigtausend Habitaten. Und es ist ein weiter Weg vom Saturn bis in das innere System mit dem Großteil der solaren Bevölkerung und Verteidigungskapazität. Aber vorausschauende Individuen und Gruppen erkannten die Ereignisse als Vorzeichen einer sich immer weiter verschärfenden Krise. Sie befürchteten, dass auch das innere System auf Dauer nicht sicher wäre und beschlossen, in das äußerste System auszuwandern, um sich von den schlechten Entwicklungen unabhängig zu machen.

Der Begriff des "äußersten Systems" ähnelt dem des "äußeren System". Aber die beiden Bereiche des Sonnensystems sind trotzdem sehr verschieden. Vor allem ist das äußerste System viel größer, leerer und unbekannter. Im inneren System von Venus, Erde und Mars werden Distanzen in Millionen oder zig-Millionen Kilometern gemessen. Im äußeren System zwischen Jupiter und Neptun sind es eher hunderte Millionen Kilometer. Schon das ist ein riesiger Unterschied. Aber im äußersten System, in der Scattered Disk, auf exzentrischen Orbits gelten eine Milliarde Kilometer als "nahe" und abseits der Ekliptik ist der Raum noch viel größer. Dort gibt es 10.000-mal mehr Raum und 100-mal mehr Objekte als im inneren System. Genug Platz, um sich zu verstecken. Für viele Gruppen.

Ausgelöst durch die Plünderung im äußeren System beschließen die Angehörigen einer virtuellen Wohngemeinschaft auszuwandern. Im Lauf der Zeit kommen weitere Teilnehmer dazu. Nach 7 Jahren Vorbereitung kaufen sie ein Schiff, beladen es mit Vorräten für die Anfangszeit, automatischen Allzweckgeneratoren (Autofabs), davon drei industrielle Modelle, die sich selbst reproduzieren können und einer handelsüblichen DPF-Fusion Energieversorgung. Besonders wichtig ist ein Infrarot-Kollimator, mit dem die unvermeidliche Abwärme des Koloniebetriebs gerichtet in den Leerraum abgestrahlt wird, um die Energiesignatur der Kolonie zu verschleiern. Im Jahr 2861 gründen 150 Siedler die verborgene Kolonie *Raba-Uken* – nach dem Namen ihrer früheren Wohngemeinschaft – auf einem exzentrischen Kuiper-Belt-Objekt in der Scattered Disk. Damit sind sie nicht die einzigen. Hunderte machen das gleiche, wenn nicht sogar tausende. Aber jede Gruppe muss für sich allein bestehen.

Etwa 40 Jahre nach ihrer Ankunft entdeckten Survivalisten von Raba-Ulken eine fremde Sonde in einer weiten Umlaufbahn um "ihren" Kometen. Ursprünglich hatte man das Objekt für einen Mini-Mond des Kometen gehalten. Aber einige Jahrzehnte später, nachdem man sich etabliert hatte und die anfänglichen Härten überwunden waren, interessierte sich jemand für die seltsame Spektroskopie des Mini-Monds. Eine Teleskopvermessung und einen Shuttlebesuch später hatte man das Objekt als technisches Artefakt identifiziert und zur Untersuchung eingebracht. Mit den begrenzten Mitteln der Survivalistenkolonie war eine Analyse schwierig. Aber im Lauf der Jahrhunderte versuchten sich immer wieder interessierte Mitglieder der Kolonie an der Entschlüsselung der Geheimnisse. Nach etwa 200 Jahren war klar, dass es sich um ein Artefakt kisorischen Ursprungs handelt.

Weitere 100 Jahre später liefen die Erkenntnisse der Tsibinda-Entdeckung und ihre Begleitdatensammlung durch das System. Der Informationsdump der Tsibinda-Entdeckung wurde von den Sendern der Nachrichtenagenturen ungerichtet im ganzen System verbreitet, so wie alle überregional relevanten Nachrichten. Viele Survivalisten empfangen diese Rundrufsendungen, um auf dem Laufenden zu bleiben. In diesem Fall enthielt der Infodump sehr alte Informationen zu Datenformaten und Verschlüsselungsalgorithmen aus der Frühzeit des goldenen kisorischen Reiches. Ein automatischer Assoziierer, der – genau zu diesem Zweck – seit Jahrhunderten im Netz der Survivalistenkolonie als Hintergrundprozess lief, meldete die mögliche Relevanz der Informationen im Tsibinda-Datenblock für die Entschlüsselung der Sonde. Nach einigen Versuchen und kreativen Ideen gelang die Entschlüsselung des Datenkerns der Sonde. Die Survivalisten konnten die Daten der Sonde lesen.

Was sie da lasen war erstaunlich und sicher eine Nachricht ersten Ranges, aber eine Veröffentlichung stand außer Frage, denn das hätte dem Sinn des Exils im äußersten System widersprochen. Schließlich war das innere System immer noch von Fremden besetzt und die Menschheit von orthodox-uthoistischen Dellianern versklavt.

Irgendwann war die Besetzung des Sonnensystems vorbei. Die Menschen wurden wieder selbständig und dann mit dem Aufstieg der Reshumanis und nach einem langen Krieg sogar Teil eines mächtigen interstellaren Imperiums. Während all dieser Zeit hielten sich die Survivalisten von *Raba-Uken* weiter bedeckt. Über die Rundfunksender erfuhren sie zwar vom Aufstand gegen die Besatzer und vom Wiedergewinn der Selbständigkeit, aber auch von der Chinti-Katastrophe und der ständigen Gefahr der Auslöschung in einem 100 Jahre langen Krieg.

Die ursprünglichen Gründe, sich im äußersten System zu verstecken, wurden während der ganzen Zeit immer wieder bestätigt. Selbst nach dem glücklichen Ausgang des Chinti-Krieges blieben die Survivalisten in ihrem Versteck. Die kompromisslose Vorgehensweise der Reshumanis und der wachsende totalitäre Anspruch des Imperiums unterstützten diese Tendenz. Im Lauf der Jahrhunderte wurde die Isolation zum Dogma. Nie würde der Zeitpunkt kommen, in dem die Survivalisten-Kolonie in die Zivilisation zurückkehren könnte. Die interstellare Politik war einfach zu gefährlich. Immer wieder war das innere System existentiellen Bedrohungen ausgesetzt. In der Isolation im äußersten System war man sicherer. Auch wenn das Leben dort eingeschränkt und – zugegebenermaßen – inzwischen etwas rückständig war.

Das wäre vermutlich auch weiter so geblieben, wenn die Kolonie nicht 3325 in eine existenzielle Krise geraten wäre. Kleine Survivalisten-Kolonien, die für lange Zeit in Isolation leben, leiden oft unter Knowhow-Schwund und abnehmenden Produktionskapazitäten. Die Kombination beider Probleme kann dann dazu führen, dass der Betrieb essenzieller Anlagen gefährdet ist. In diesem Fall, wie in vielen anderen auch, war der Schlusspunkt ein Ausfall der Energieversorgung.

Eine vollständig autarke Kolonie zu betreiben ist nicht einfach. Man braucht die richtige Ausrüstung, das Knowhow und eine dauerhafte Ressourcenquelle für alle wichtigen Elemente. Die technische Ausstattung ist der einfachste Teil. Fusionsreaktoren kann man kaufen und mit dem Wasserstoff eines Kometen betreiben. Verschleißteile des Fusionsreaktors stellen industrielle Drucker her. Die Drucker können neben den täglichen Verbrauchsgütern auch ihre eigenen Teile erzeugen und den Betrieb so über Jahrhunderte aufrechterhalten. Die Versorgung mit Lebensmitteln über Jahrhunderte ist schwieriger als die Technik. Dafür braucht man eine Rohstoffquelle für alle bio-relevanten Elemente, eine kompakte, aber vielfältige Hydroponik, ein umfassendes Recyclingsystem und eine ausgeklügelte Biosphärenkontrolle. Der Schwerpunkt des notwendigen Knowhows liegt deshalb auf Lebenserhaltung und Lebensmittelproduktion. Auf der technischen Seite sind nur wenige Knowhow-Träger nötig. Auch deshalb, weil technische Anlagen weitgehend von spezialisierten OpS -KIs (Operational Science) betrieben werden, während sich die Menschen (oder allgemeiner Sophonten) auf die Biosphäre konzentrieren.

Die Priorisierung von Betriebsmitteln, Personaleinsatz und gelegentlichen Expeditionen zur Beschaffung lokal nicht verfügbarer Ressourcen ist in vielen Kolonien ein ständiges Streitthema. Die Politik in Survivalisten-Kolonien ist sehr dynamisch und von persönlichen Aspekten geprägt. Oft sind die resultierenden Entscheidungen suboptimal. So auch bei *Raba-Uken*.

Mitte des 33. Jahrhunderts, nach 300 Jahren Isolation und weitgehend friedlicher kooperativer Politik, driftet die Kolonie in eine totalitäre Phase mit einer Führung, die auf Ressourcenkontrolle beruht. Zeitweise sind die Einwohner sehr unzufrieden mit der faktischen Führung. Die Führung versucht, durch eine Diversifizierung der Versorgungslage die Stimmung verbessern. Um das Nahrungsmittelangebot zu erweitern werden Personal und Betriebsmittel von der Ausrüstungstechnik zur Lebensmittelproduktion verschoben.

Bei der Technik tritt dadurch ein Knowhow-Engpass auf. Die industriellen Fabs werden zeitweise überlastet und nicht mehr optimal betrieben. Als ein der drei Fabs ausfällt werden die Produktionsziele beibehalten. Eigentlich müsste man in dieser Situation die Produktion der zwei anderen Fabs für die Wiederherstellung der dritten Fab priorisieren.

Das typische Sicherheitskonzept einer autarken Kolonie sieht drei funktionsfähige Allzweck-Fabs vor. Wenn eine ausfällt, dann können die anderen beiden sowohl die Grundversorgung sicherstellen als auch die ausgefallene Anlage wiederherstellen. Fällt dann eine weitere aus, ist immer noch eine Fab bereit, um alles wieder in Ordnung zu bringen, wenn auch zeitweise der Grundbedarf an Gebrauchsgegenständen zurückstehen muss. Nie darf eine Situation eintreten in der keine Fab mehr arbeiten kann. Dann verliert die Kolonie ihre Selbständigkeit. Sie kann dann ohne externe Hilfe nicht mehr auf die Beine kommen, wenn es nicht gelingt zumindest eine Fab manuell zu reparieren.

Genau das passiert bei *Raba-Uken*. Eine zweite Fab geht kaputt. Natürlich wird sofort die Reparatur priorisiert. Aber während der Reparatur fällt die letzte Industrie-Fab aus. Jetzt gibt es nur noch kleinere Gebrauchsgüter-Fabs und ein Ersatzteillager. Das Ersatzteillager wurde vorher schon ausgedünnt, um die Lebensmittelabteilung zu erweitern. Die Reparaturarbeiten an den Industrie-Fabs gehen schleppend voran. In dieser angespannten Lage verursacht eine statistische Fluktuation einen besonders hohen Verbrauch an Verschleißteilen des DPF-Fusionsreaktors. Ohne die Teile kann der Reaktor nicht arbeiten und ohne die Industrie-Fabs können die Verschleißteile selbst mit Notstromaggregaten nicht hergestellt werden. Im kalten äußeren System kann eine Kolonie ohne Energie nicht lang überleben.

*Raba-Uken* ist auf externe Hilfe angewiesen. Noch gibt es Notstrom und Energiespeicher. Aber die Situation ist prekär. Trotzdem vergehen einige Tage mit lebhaften Diskussionen. Vertreter der strengen Isolationsdoktrin stehen Realisten gegenüber. Es gibt einen Putsch gegen die Führung, eine verzweifelte Außenbord-Reparatur der Sendeanlage und eine Last-Stand Situation im Kontrollraum, bevor ein Notruf gesendet wird. Der Signalweg ist einige Lichttage bis in das innere System und einige Stunden zu bekannten Habitaten der "Umgebung". In der Kolonie wird es bitterkalt. Die Lebensmittelproduktion friert ein und nimmt irreparablen Schaden.

Aus fünf Lichtstunden Entfernung kommt eine Antwort: "Wie habt Ihr euch an der Befreiung beteiligt?". Notlagen bei Survivalisten werden von anderen Habitaten, die unter Besatzung, Sklaverei und Krieg gelitten haben, niedrig priorisiert. Viele sind der Meinung, dass die Survivalisten in ihrer Isolation sich nicht um die Notlage der anderen gekümmert haben. Das ist zwar alles lange her, aber Sophonten, Bios und Mechs, leben heute sehr lang und erinnern sich. Zumindest seit wieder die Mittel dafür da sind.

Während das Sonnensystem versklavt war, hatte sich die Bevölkerung mangels medizinischer Versorgung und künstlicher Prolongation auf ein Drittel reduziert. Etwa 80 Milliarden Menschen waren in den Jahrhunderten der Unterdrückung unnötig gestorben. Dann kam die Befreiung und kurz darauf die Chinti-Katastrophe, der noch einmal ein Drittel der Systembewohner zum Opfer fielen. Dann folgten 100 Jahre totaler Krieg mit vielen Opfern. Und in all dieser Zeit hatten die unzähligen Survivalisten in ihren Verstecken ein einfaches, aber angenehmes Leben. Das motiviert die anderen nicht zu einem Rettungsflug über mehrere Lichtstunden.

Trotzdem gibt es Helfer. Nur keine vollständig altruistischen. *Raba-Uken* muss etwas bieten als Gegenleistung für den Rettungsaufwand. Die Kolonie erfriert. Sie kann nicht mehr auf eine Hilfsaktion staatlicher Stellen des inneren Systems warten. *Raba-Uken* muss das Hilfsangebot eines privaten Habitats aus 7 Lichtstunden Entfernung annehmen und die Kosten dafür tragen. Und der einzige Wert, den *Raba-Uken* zu bieten hat, sind Informationen. Informationen, für die sich das gesamte System interessieren wird. Informationen, die das rettende Habitat an Nachrichtenagenturen im ganzen System verkaufen kann: der Inhalt der kisorischen Sonde, die *Raba-Uken* mehr als 400 Jahre zuvor entdeckt hatte.

Die Sonde ist 14.000 Jahre alt. Sie stammt aus dem Jahr 10.950 v.u.Z. (vor unserer Zeitrechnung). Sie enthält das *Geständnis von Hankokugurahamu*, eine Erklärung und eine Entschuldigung an die Menschen der Erde.

Hankokugurahamu war ein Admiral des goldenen Reiches von Kisor. Er war damals der kommandierende Offizier der Zentrumsflotte, d.h. aller militärischen Einheiten in Richtung des galaktischen Zentrums aus Sicht Kisors. Damit war Hankokugurahamu zuständig für den Sektor, in dem das Solsystem liegt und er hatte die Bürde zu tragen, die Strafexpedition durchzuführen, mit der die erste Geschichte von Menschen und Kisori endete.

Die Maßnahmen, die das kisorische Oberkommando von ihm verlangte, belasteten ihn schwer. Sein Glaube verlangte eine Wiedergutmachung und er wählte dafür die ungeschönte Offenlegung seiner Taten gegenüber den Nachfahren der Überlebenden und damit die irreversible Zerstörung seines guten Rufes in den Geschichtsdatenbanken.

Die Hankokugurahamu-Sonde ist nur eine von 144 Sonden, gleicher Bauart und gleichen Inhalts, die Admiral Hankokugurahamu im Jahr 10.950 v.u.Z. in unserem Sonnensystem und in benachbarten Systemen verteilen ließ. Die eine Sonde, die den Kometen von *Raba-Uken* umkreiste, war vermutlich auf einem exzentrischen solaren Orbit ausgesetzt. Sie wurde absichtlich auf einen Vektor geschickt, der sie an Asteroiden zwischen Erde und Mars vorbeiführen würde, um ein chaotisches Element in die Bahn einzuführen das eine Nachverfolgung schwierig machen würde. Irgendwann wurde die Sonde dann tatsächlich von einem Asteroiden abgelenkt, danach von einem der großen Planeten in den Edgeworth-Kuiper Gürtel geschickt, was so sicher nicht geplant war, und schließlich vom *Raba-Uken* Kometen eingefangen. Der Verbleib der anderen Sonden ist nicht bekannt.

Raba-Uken übergibt die Sonde an die Retter. Zwei Jahre später, nach ausführlichen Recherchen, wird der Inhalt veröffentlicht. Es ist ein Bericht über die erste gemeinsame Geschichte von Menschen und Kisori vor 14.000 Jahren.

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