2252 Aufstieg der Weltfreundschaft-Bewegung

Weltweite Protestbewegungen vereinigen sich unter dem Dach der Weltfreundschaft (Mondo Amikeco). Wachsende politische Bedeutung.

Die Wirtschaftskrise führt zu vielen politischen Verwerfungen. Viele Staaten werten ihre Währung ab. Staaten mit großen Haushaltsdefiziten werden zahlungsunfähig. Wirtschaftsflüchtlinge drängen in die besser gestellten Regionen, die wiederum versuchen sich abzuschotten. Die Regierungen der wohlhabenden Staaten lehnen Hilfen für notleidende Staaten, deren Bevölkerungen oder Flüchtlinge ab.

In dieser Situation entwickelt sich eine Massenbewegung, die für Solidarität zwischen Völkern eintritt und die Abschottung ablehnt. Die Grundannahme dieser Bewegung ist, dass alle Menschen gleich wichtig sind, unabhängig davon ob sie in armen oder reichen Regionen der Erde leben. Alle Menschen sind Freunde. Der verbliebene Wohlstand soll geteilt werden und allen zugutekommen. Die Bewegung fordert Gleichheit, Brüderlichkeit und Solidarität aller Länder der Erde ein. Sie stellt sich damit gegen die protektionistische Politik vieler Regierungen.

Unterstützt durch Kampagnen von populären Künstlern entwickelt sich innerhalb weniger Monate ein globaler Trend. Viele Menschen protestieren erst online gegen die "zerstörerischen Eliten", dann auch auf der Straße. Parteien werden gegründet, um die Bewegung politisch aufzufangen. Bei Wahlen in verschiedenen Ländern werden die Protestparteien überraschend stark. In den meisten Ländern herrscht eine Blockadehaltung vor, die die etablierte Politik zu Fall bringen will.

Auf einem Weltkongress bilden die vielen Strömungen eine Dachorganisation, die Weltfreundschaft (Mondo Amikeco). Man einigt sich trotz der vielen Strömungen auf gemeinsame Ziele. Das Zustandekommen der internationalen Weltfreundschaft ist vor allem einer kleinen Gruppe von charismatischen Persönlichkeiten zu verdanken. Die Führungsgruppe der Weltfreundschaft konkurriert nicht untereinander um die Führung im inneren Kreis, sondern kooperiert entsprechend der Philosophie der Bewegung. Begünstigt wird das dadurch, dass Mitglieder der Führungsgruppe jeweils in ihren Ländern dominieren und tatsächlich jeweils in ihren Ländern die gemeinsame Linie durchsetzen können.

http://jmp1.de/2252

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