2536 Kometeneinschlag auf der Erde knapp abgewendet.

Ein 1,1 km großer Asteroid aus dem Kuiper-Gürtel (KBO: Kuiper Belt Object) wird im letzten Moment durch die Kooperation von solaren und irdischen Kräften abgelenkt. Er verfehlt die Erde um nur 20.000 km.

Ein Einschlag auf der Erde hätte eine planetare Katastrophe verursacht und ein sog. kleines Massenaussterben (Minor Extinction Event) bewirkt. Das bedeutet, dass "nur" 10 % der Arten ausgestorben wären. Zumindest alles Leben in Afrika wäre vernichtet worden und die gesamte Erde wäre schwer in Mitleidenschaft gezogen worden. Möglicherweise hätten Menschen nicht ohne Hilfe von außen länger überlebt. Vergleichbare Einschläge von Kometen oder Asteroiden ereignen sich statistisch alle paar Millionen Jahre.

Die Beinahe-Kollision war aber kein Zufall. Sie war das Werk von lunaren Hyper-Preservationisten, Anhängern der "Gaia-Reboot"-Theorie, die davon ausgeht, dass die Menschheit die Umweltzerstörung nicht beenden wird, bzw. dass der Planet sich nicht erholen kann, solange es Menschen auf der Erde gibt. Deshalb streben Preservationisten die Vernichtung der Menschen an (je nach Glaubensrichtung die aller Menschen oder nur auf der Erde).

Eine Gruppe von Preservationisten von Erde/Mond-L5 unterwanderte im Lauf von 30 Jahren eine Survivalistenfraktion im Kuiper-Gürtel. Die Preservationisten übernehmen dann die Kontrolle über deren Basis auf einem Kuiper-Gürtel Objekt. Sie kontrollierten einige Prospektorschiffe und deren Fracht: Fusionsfackel-Triebwerke. Mit den Fusionsfackeln wurde ein KBO so abgelenkt, dass es durch einen engen Vorbeiflog an einem anderen KBO und einem Neptun-Swing-By in das innere System abgelenkt wurde. Der Neptun-Swing-By und das Ziel des Objekts wurden von den dortigen Habitaten natürlich registriert. Zu diesem Zeitpunkt war die Flugbahn aber so gewählt, dass das KBO erst steil gegen die Ekliptik und dann von oben kommend etwa 1 Million Kilometer an der Erde vorbei schießen würde. In den folgenden 3 Jahren wurde die Flugbahn dann vorsichtig korrigiert bis zu einem Kollisionskurs mit der Erde bei ca. 30 km/s.

11 Jahre vor dem errechneten Einschlag wurde das KBO unter dem offiziellen Namen Umvelinqangi registriert. Die Nachricht erregte systemweit großes Aufsehen. Aber der Einschlag war damals noch Jahre entfernt. Die Großmächte der Koalition waren sich bewusst, dass man den Kurs jederzeit entschärfen könnte.

Wenige Jahre später befindet sich die Koalition in einem kalten Krieg mit der Erdunion, ausgelöst durch die nicht übersehbaren Rüstungsanstrengungen der Erde zum Aufbau interplanetarer Kampfmittel. Der Enthusiasmus der Koalition, Umvelinqangi unter beträchtlichem Aufwand abzulenken, hält sich in Grenzen.

Erst 9 Monate vor der Kollision beginnt ein durch Spenden finanzierter Schlepper vom Mars Umvelinqangi aus der Bahn zu schieben. Es ist aber klar, dass zu diesem Zeitpunkt wesentlich größere Anstrengungen nötig sind. 5 Monate vor der Kollision kommen 8 Schlepper von verschiedenen Venus und Mars-Fraktionen hinzu. 4 Monate vor der Kollision treffen Erdstreitkräfte mit Schleppern und Kampfschiffen ein. Kurz nachdem die Erdschiffe ihren Einsatz mit den übrigen Kräften koordiniert haben, starten aus verborgenen Abschussrampen Raketen und zerstören einen Teil der beteiligten Schlepper und der inzwischen fest installierten Fusionsfackel-Infrastruktur, Triebwerke und Wasserstoffaufbereitung. Nur die Präsenz der militärischen Einheiten von der Erde verhindert die völlige Zerstörung der Hilfskräfte. Die Preservationisten hatten offensichtlich mit den Rettungsanstrengungen gerechnet und versucht diese zu durchkreuzen. Dabei hatten sie aber die militärischen Kapazitäten der Rettungsflotte in der Endphase unterschätzt.

Diese dramatische Entwicklung löst große Hilfsbereitschaft im gesamten System aus. 6 Wochen vor dem Einschlag treffen 50 Fahrzeuge aus dem Mond/L4/L5 System bei Umvelinqangi ein. Viele davon finanziert von Fraktionen aus dem inneren und äußeren System. Mit vereinten Kräften gelingt es Umvelinqangi so weit zu verschieben, dass er die Erde knapp verfehlt.

http://jmp1.de/h/2536

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen