2518 Geheime interstellare Mission.

Eine Föderation reicher Venus Habitate rüstet insgeheim eine interstellare Expedition aus. Fünf Interstellarschiffe sollen 11 Jahre lang zu einem 80 Lichtjahre entfernten Sonnensystem reisen. Dort hat man schon 100 Jahre zuvor mit Teleskopen große Objekte im interplanetaren Raum entdeckt. Die Mission basiert auf der Annahme, dass dort eine weit fortgeschrittene Zivilisation existiert. Das Ziel der Mission besteht darin, fortschrittliche Technologie zu erwerben. Die Technologie wäre im Solsystem einzigartig. Man wäre damit allen anderen Fraktionen überlegen und niemand könnte auf absehbare Zeit ähnlich mächtige Technologien erwerben.

Das Projekt läuft unter dem Codenamen Long Shot im Rahmen des Chanakya Plans. Es wird durchgeführt vom Technologiedienst Ajatashatru und bekommt erhebliche Finanzmittel aus dem Haushalt der Magadha-Sangha Föderation.

Die Expedition ist eine sogenannte High-Risk/High-Reward Mission. Die Auftraggeber und die Teilnehmer gehen hohe Risiken ein. Sie versprechen sich ein Ergebnis, das die Machtverhältnisse im Solsystem zu ihren Gunsten ändern kann.

Bei der Planung der Mission werden potentiell interessante Technologien untersucht. Man erarbeitet einen Katalog von gewünschten disruptiven Technologien. Aber letztlich muss man der Besatzung vertrauen, dass sie die richtigen Technologien aufspürt. Technologien, die aus machtpolitischer Sicht interessant, aber dabei gleichzeitig für die Expedition erreichbar und transportierbar sind. Aufgrund der begrenzten Transportkapazität auf dem Rückflug rechnet man vor allem mit Nano- und Informationstechnologien, bzw. Know-how, z.B.:

- ein sogenanntes Orakel, eine eingeschlossene singuläre KI, die zuverlässige taktische oder strategische Prognosen erstellen und zukünftige Entwicklungen vorhersagen kann.

- Infiltrations- und Kryptanalyse-Software auf bisher unbekannter physikalischer oder informationstheoretischer Grundlage mit der man in gut geschützte solare Informationssysteme eindringen kann.

- Replikatoren, d.h. Nano-Assembler, die auf atomarer Ebene jedes Gerät in perfekter Qualität konstruieren können. Die besten solaren Autofabs arbeiten auf Basis von sub-Mikron Clustern, sind aber weit entfernt von molekularen oder atomaren Assemblern.

- Baupläne und theoretische Grundlagen für überlegene Energiesysteme, wie katalytische Antimaterieerzeugung oder Vakuumenergie.

- Grundlagen und Produktionsmittel für wesentlich schnellere ÜL-Triebwerke, möglicherweise auf Basis von Quanten Black Holes.

Magadha-Sangha geht sehr vorsichtig vor und will neue Machtmittel nicht offen einsetzen. Deshalb sind Waffen und waffenfähige Technologien weniger interessant.

Alle Technologien sind spekulativ. Man weiß nicht, ob sie überhaupt existieren und wenn sie existieren, ob sie für Menschen verfügbar wären. Aber die Grundannahme ist, dass eine Zivilisation mit hunderten oder tausenden Jahren Technologievorsprung viele Alltagstechnologien verwendet, die im Solsystem übermächtig wären.

Die Mission ist riskant. Man rechnet mit einer Erfolgsquote von 1:20. Die Schiffe sind mit den neuesten Faktor-7 ÜL-Triebwerken ausgerüstet. Der Flug dauert 11 Jahre, aber die neuen Triebwerke sind noch nie so lange am Stück gelaufen. Nach der Erfahrung mit den Flügen der Marco Polo nimmt die Expedition sehr viele Triebwerkskomponenten für Reparaturen mit. Zusätzlich ist ein Justierwerk von Dilan an Bord mit dem man defekte Konverterpole wieder ausrichten kann. Trotzdem rechnet man mit einem Totalausfallrisiko von 50 %, jeweils für Hin- und Rückflug. Dazu kommen die Unwägbarkeiten am Zielort. Was wird die Expedition dort vorfinden? Wird sie sich verständigen können? Welche Gefahren lauern dort? Wird es möglich sein, mit den mitgeführten Zahlungsmitteln Technologie zu erwerben?

Die Schiffe sind voll beladen mit Containern. Die Frachtkapazität teilt sich auf in Wohnquartiere und Lebenserhaltung (5 %), Proviant (5 %), diverse Edelmetalle und Seltene Erden als Zahlungsmittel (20 %), Triebwerkskomponenten (30%), Schiffsausrüstung, Autofabs und Material für Reparaturen (40 %).

Um Ressourcen zu sparen sind die meisten Teilnehmer Uploads in Mikro-Mechs. Trotzdem reisen 5 Menschen als Bios, weil man befürchtet, dass die Zivilisation am Zielort feindlich gegenüber einer reinen Mech-Besatzung eingestellt sein könnte. Die Menschen reisen in Biostasis.

Nach neun Jahren Vorbereitung verlassen die Schiffe einzeln unter verschiedenen Tarnidentitäten das System. Sie sammeln sich drei Lichttage nördlich der Ekliptik. Dann beginnt die lange Reise.

#Geheim #interstellar #Technologie #Reise

http://jmp1.de/h2518

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